D-RR News 30.08.23 – Idalia, Unwetter, Reiserecht & Hotels

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Hurrikan Idalia bedroht Floridas Westküste

Idalia war zunächst als tropischer Sturm über Kuba hinweggezogen und hat zahlreiche Schäden und Überschwemmungen hinterlassen. Über dem Golf von Mexiko erstarkte der Sturm zum Hurrikan der Stufe 3. Das „National Hurricane Center“ in Miami spricht von einem extrem gefährlichen Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 195 Kilometern pro Stunde, lebensbedrohlichen Sturmfluten und sintflutartigem Regen.

Grafik: National Hurricane Center, Miami

Die Bewohner der nördlichen Westküste wurden aufgefordert, die Küstengebiete umgehend zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Der sogenannte „Landfall“ wird in diesen Stunden (Ortszeit frühester Mittwochmorgen) in der Region Big Bend, südlich der Hauptstadt Tallahassee erwartet.

Ausläufer sorgten bereits am gestrigen Nachmittag und Abend für Sturm und Starkregen an der gesamten Westküste zwischen Key West und der Tampa Bay.

Nach dem Erreichen des Festlands wird „Idalia“ den Bundesstaat vermutlich in Richtung Nordosten überqueren. Damit sind auch die Nachbarstaaten Georgia und South Carolina von Extremwetter bedroht. In allen drei Staaten wurde der Notstand ausgerufen. Präsident Biden hat den Einsatz der Nationalgarde freigegeben.

Die Hurrikan-Saison könnte in diesem Jahr besonders heftig ausfallen, da die Wassertemperaturen in der Karibik und im Golf von Mexiko extrem hoch sind.

Reiserecht: Warteschlange an der Security und verpasster Flug

Warteschlange am Airport (Symbolbild) – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Das dürfte, gerade im letzten Jahr öfter passiert sein. Jetzt gibt es zum Thema „verpasster Flug wegen Stau an der Security-Schlange“ eine rechtliche Entscheidung.

Das Amtsgericht München sagt, da Verzögerungen bei der Sicherheitskontrolle nicht im Einflussbereich eines Reiseveranstalters lägen, könne es auch keine Rückerstattung oder Schadensersatz geben, wenn Reisende ihren Flug nicht rechtzeitig erreichten. Dies gelte auch, wenn Passagiere rechtzeitig am Airport gewesen seien.

Keine Äußerung macht das Gericht, ob der Kläger eventuell Ersatzanspruch beim Flughafen oder den Sicherheitsfirmen machen kann.

Unwetterschäden in Österreich

Die Lage in der von Unwettern heimgesuchten Großregion entspannt sich allmählich. Nach wie vor sind aber noch einige Alpentäler in Tirol schlecht oder nicht erreichbar.

Im Ötztal sind alle Bereiche inklusive Sölden bergauf noch nicht per Straße zugänglich. Dort wurde die Bundesstraße unterspült und weggerissen. Inzwischen wurde eine Luftbrücke eingerichtet. Die oberen Bereiche des Tals (Obergurgl und Hochgurgl) sind aber von Südtiroler Seite aus übers Timmelsjoch erreichbar.

Auch in Vorarlberg entspannt sich die Lage. Riesige Wassermassen strömten in den letzten Tagen in Richtung Bodensee. Der Pegel dort sei um 40 Zentimeter gestiegen, berichtet das Oberösterreichische Volksblatt.

Die Bahnstrecke zwischen Imst-Pitztal und Schönwies war bis gestern Abend gesperrt. Die Brenner-Bahnstrecke konnte erst gestern Abend wieder freigegeben werden. Auch die Tauernstrecke, zwischen Schwarzach/St. Veit und Spittal-Millstättersee (die Hauptverbindung zwischen Salzburg und Klagenfurt) steht erst seit gestern Nachmittag wieder zur Verfügung.

Versorgung beginnt am Boden

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Das bekam American Airlines jetzt zu spüren. Die Fluggesellschaft wurde vom Verkehrsministerium zu einer Geldstrafe von über vier Millionen Dollar verurteilt.

Beim Sachverhalt ging es um über Gebühr lange Wartezeiten zwischen dem vollendeten Boarding und dem Start von Maschinen. In 43 Fällen habe die Airline bereits abgefertigte Maschinen auf dem Flughafen stehen lassen, ohne dass Passagiere die Möglichkeit gehabt hätten, die Maschine wieder zu verlassen. Bundesgesetze verbieten aber genau dies, wenn die Wartezeit bis zum Start den Zeitraum von drei Stunden überschreitet.

Nach einem Bericht des Luftfahrtportals „aerotelegraph“ hatte das Büro für Verbraucherschutz in der Luftfahrt (Office of Aviation Consumer Protection OACP) dieses Verfahren angestoßen.

B&B ist jetzt spitze

Foto: B&B-Hotels

Die Budget-Hotel-Mark hat es geschafft. B&B betreibt mit 165 Häusern die größte Zahl von Hotelbetrieben in Deutschland. Damit hat sie die bisherigen Spitzenreiter Best Western um 14 Hotels übertroffen. Auf Platz 3 befinden sich mit 94 Häusern die Marke Mercure, gefolgt von Ibis (81), Ibis Budget (74) und Motel One (59).

Der Trend geht damit eindeutig in Richtung auf die Segmente im günstigeren Preisbereich. Hotelgruppen mit 4 Sterne+ Angebot tun sich derzeit offensichtlich schwer.

Hotels sind teurer geworden

Steigende Zimmerpreise (Symbolbild) – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Die Preise sind in diesem Sommer weltweit angestiegen. Dies sagt der Hotelanalyst STR. Überdurchschnittliche Preissteigerungen werden dabei aus Europa gemeldet

Der weltweite Durchschnittspreis sei im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,3% gestiegen. In Europa war die Steigerung mit über 13 Prozent doppelt so hoch. Der Preistrend zeige zusätzlich auch in Zukunft weiter nach oben.

Störung im britischen Luftverkehr

Am Montag gab es eine zeitweilige Komplettsperrung des Himmels über Großbritannien. Dies zog am Montagnachmittag und gestern zahlreiche Verspätungen und Flugausfälle nach sich.

Die Ursachenforschung wird vom National Air Traffic Service so begründet:

Erste Untersuchungen des Problems zeigen, dass es mit einigen der Flugdaten zusammenhängt, die wir erhalten haben.

Diese hätten für ein automatisches „Runterfahren“ der Datensysteme geführt. ES habe aber keinerlei Cyber-Angriffe auf das Luftsicherheitssystem gegeben. Die Begründung klingt sehr nebulös. Auch wenn die Fachleute sagen, sie hätten das Problem verstanden, das zur Panne geführt hat, hat die Britische Regierung eine Untersuchung eingeleitet.

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