DRR Corona-News – 20.05.20 – Inselreife / Airports / Airlines / Branchenprotest

Schleswig-Holstein öffnet und beschränkt

Seit 18. Mai 2020 sind touristische Reisen in und nach Schleswig-Holstein wieder erlaubt. Beherbergungsbetriebe und Restaurants, Campingplätze, Cafés, Freizeiteinrichtungen und andere Anbieter haben wieder geöffnet. Es gelten weiterhin strenge Abstands- und Hygieneregeln.

Schleswig-Holstein mit Öffnung, Regeln und Einschränkungen

Für die bevorstehenden Feiertage gibt es aber Einschränkungen für den Tagestourismus: Vom 21. Bis 24. Mai sowie vom 30. Mai bis 1. Juni sind die nordfriesischen Inseln (Sylt, Amrum, Föhr), die Halligen, Sankt Peter-Ording und Büsum für den Tagestourismus gesperrt. Dies gilt auch für Ausflügler aus Schleswig-Holstein.

Von dieser Regel gibt es nur zwei Ausnahmen:

Besuche bei Verwandten und Freunden (Nachweis!)

Bewohner des Kreises Nordfriesland.

Detaillierte Informationen finden sich auf den Webseiten der schleswig-holsteinischen Landesregierung

Bahn

Foto: Barteld Redaktion / Deutsche Bahn

Die Verdopplung von Reinigungskräften in Fernzügen hat die Deutsche Bahn angekündigt. Damit soll eine zweistündige Frequenz der Reinigungsmaßnahmen während der Fahrt garantiert werden. Spätestens im August will man die Zahl von 600 „Unterwegsreinigern“ erreicht haben. In den Bordbistros sollen Schutzmasken zum Kauf angeboten werden.

Durch diese Maßnahmen hofft man die Auslastung der Fernzüge wieder zu steigern. Aktuell liegt die Auslastung gerade bei 20 Prozent.

Luftfahrt

Gesundheitschecks an deutschen Flughäfen?

Der Branchenverband ADV hat gestern beschlossen von intensiven Gesundheitschecks an Flughäfen zunächst abzusehen. Verpflichtend sei künftig aber das Tragen eines Mund-/Nasenschutzes, die Einhaltung der „Corona-normalen“ Abstandsregelungen von 1 Meter 50, sowie die Errichtung von Plexiglaswänden, wo das nicht möglich ist. Auch bei der sehr kritisch diskutierten Frage des Bustransfers bei Vorfeldabfertigung gibt es den Vorschlag, die Busauslastung zu reduzieren.

Ausführliche Gesundheitschecks beim Ein- und Aussteigen, Wärmebildkameras und Fiebermessungen will man, allenfalls nach behördlicher Anweisung, umsetzen.

TXL schließt

Jetzt steht es fest: Der Berliner Flughafen Tegel wird seinen Betrieb ab 15. Juni vorübergehend einstellen. Nur wenn sich die Passagierzahlen deutlich erhöhen, könnte daran noch zu rütteln sein. Der Antrag bei der Luftfahrtbehörde sei zumindest gestellt. Das beschloss heute Morgen die Gesellschafterversammlung der Flughäfen Berlin / Brandenburg. Ob TXL noch einmal öffnet, ist ebenfalls vom Passagieraufkommen abhängig. Am 31. Oktober soll, nach vielen Verspätungsjahren, der Hauptstadtflughafen BER in Betrieb gehen. Der letzte Abflug ab Tegel ist für den 8. November geplant. Ab 15. Juni wird zunächst der komplette Flugverkehr über Berlin-Schönefeld abgewickelt. Die Vorankündigung dieser Maßnahme hatte bereits vor Wochen zu Protesten der Lufthansa geführt.

Airline-Finanzen

Thai Airways fliegt seit gestern unter Gläubigerschutz des Staates. Jetzt soll der mehrheitlich in Staatsverwaltung befindliche thailändische National-Carrier finanziell saniert werden.

Die Finanzhilfeverhandlungen bei der Lufthansa treten nach wie vor auf der Stelle, die Liquidität wird täglich geringer. Gestern haben die Gewerkschaften in einem offenen Brief vor Insolvenz und Schutzschirmverfahren gewarnt. Die Verweigerung der Finanzhilfe sei ein falsches wirtschaftlich-politisches Signal.

Nächster Protesttag der Tourismusbranche: 27. Mai

Bustouristik kämpft

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo), die Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk) und der RDA Internationaler Bustouristik Verband planen einen bundesweiten Aktionstag für den 27. Mai. Drei Buskorsos von je 100 Bussen in Berlin und weitere Aktionen in ganz Deutschland sollen auf die dramatische wirtschaftliche Lage der Busbranche aufmerksam gemacht. Insbesondere die für Busse vorgeschriebenen Abstandregelungen, die denen in Restaurants gleichen, sorgten dafür, dass ein rentabler Busverkehr nicht möglich sei. Die Branche fordert realistische Betriebsbedingungen.

Reisebranche plant „T-Day“

Die zahlreichen Proteste der letzten Wochen haben das Finanzproblem der Reisebranche eindrücklich ins Bewusstsein gehoben. Dennoch bewegt sich bei der Forderung nach einem Tourismusgipfel herzlich wenig. Ein Rettungsfond steht in den Sternen. Deshalb sollen die Aktionen mit einem „Tourism Day“ in Berlin fortgesetzt werden. Der T-Day ist ebenfalls für den 27. Mai geplant.

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