DRR News 22.06.20 – Deutschlandurlaub / Reisewarnungen / Kreuzfahrt / LH

Foto: Bildarchiv Nordseebad Spiekeroog GmbH

Ostfriesische Nordseeinseln wieder frei für Tagestourismus

Ab heute (Baltrum, Juist) bzw. Morgen (Borkum, Wangerooge, Spiekeroog) öffnen die Mehrzahl der ostfriesischen Nordseeinseln wieder für Tagestouristen.

Es bleiben aber auch einige Beschränkungen bestehen: Die Insel Langeoog wird maximal 200 Tagestouristen an Werktagen aufnehmen und bleibt Samstag und Sonntag weiterhin gesperrt. Norderney hält die Sperrung für Tagesbesucher bis mindestens 30. Juni aufrecht. Die Begründung dafür liegt in der hohen Zahl der vergangenen Jahre. Bei bis zu 4.500 Besucher pro Tag könnten die notwendigen Abstands- und Hygienemaßnahmen nicht garantiert werden.

Foto: Bildarchiv Nordseebad Spiekeroog GmbH

Erzgebirge mit Pauschalangebot

Die Tourismusregion versucht es mit einem pauschalen Angebot zu dem sich mehr als 30 Übernachtungsbetriebe der Region (Hotels, Gasthäuser, Ferienwohnungen) zusammengeschlossen haben. „Sommerfrische im Erzgebirge“ heißt das Programm und bietet 5 Übernachtungen für den Reisezeitraum 26. Juni bis 6. September zum Festpreis von 225 € pro Person. Ferienwohnungen gibt es zum Komplettpreis von 325,- €, inkl. Brötchenservice. Das Angebot kann bis 2. August gebucht werden.

Die frisch gebackene Welterberegion will damit einen Anreiz zum Besuch und zur Wahrnehmung der unterschiedlichen Attraktionen bieten. Abtauchen lässt sich beispielsweise in die Untertage-Welt. Zahlreiche Bergwerke und Bergstädte laden inzwischen wieder zu Erkundungen ein. Wanderungen, Dampfeisenbahnfahrten und Kunsthandwerk runden das Angebot ab.

Welterbe-Bergbauregion Erzgebirge

„Entdecke Deutschland“ per Bahn

Heute startet die Deutsche Bahn erstmals gemeinsam mit den Marketingorganisationen aller 16 deutschen Bundesländer eine großangelegte Kampagne unter dem Motto „Entdecke Deutschland“. Auf den ersten Blick spielt die Kampagne mit dem Fernweh und den weltweiten Sehnsuchtszielen vieler Deutscher – die attraktiven Motive sind aber ausschließlich Reiseziele in Deutschland.

Das Beispiel Saarland zeigt deutlich worum es geht: Die Tourismuszentrale wirbt damit, dass es weder Ecuador noch Kanada sein muss, wenn die Saarschleife, das UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau oder das Primstal in Deutschland vor der Haustüre liegen. Die Anreise mit der Bahn spiele dabei eine wichtige Rolle, erklärt TZS Geschäftsführerin Birgit Grauvogel. Das Saarland biete mit seiner abwechslungsreichen Landschaft und Natur beste Bedingungen für Aktivurlauber.

Neustart für Türkei und Ägypten bleibt offen

Am Wochenende hat sich Außenminister Cavusoglu erneut über die nach wie vor bestehende Reisewarnung für die Türkei beklagt. Für die Aufrechterhaltung gäbe es keine objektiven Gründe. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Tourismusminister Ersoy in Antalya sagte er:

„Natürlich sind wir enttäuscht, aber ich denke nicht, dass das unsere bilateralen Beziehungen beeinträchtigt“

Die Türkei wartete bisher vergeblich auf die Tourismus-Freigabe durch die Bundesregierung, die die Türkei als Corona-Risikogebiet eingestuft hatte. Im Hintergrund steht allerdings auch die Unzuverlässigkeit der Infektionszahlen. Sie werden in der Türkei nur als Ganzes veröffentlicht und liefern keine Details über die Zahlen aus den großen Urlaubsgebieten. In dieser Gesamtstatistik steht die Türkei ähnlich gut da, wie Deutschland.

Auch Ägypten hofft auf eine baldige Rücknahme der Reisewarnung.

Keine Cruises aus amerikanischen Häfen bis September

Keine Abfahrten bis Mitte September: Port of Miami

Cruise Lines International Association (Clia) hat am Freitag bekanntgegeben, dass vermutlich bis zum 15. September 2020 kein größeres Kreuzfahrtschiff von US-amerikanischen Häfen aus mit Passagieren starten wird. Beim Branchenverband sind fast alle großen Reedereien Mitglied. Ausnahme sollen die Regel aber bestätigen und gelten ausschließlich für Abfahrten aus US-amerikanischen Häfen. Allerdings hat auch die spanische Regierung das Anlegen von großen Kreuzfahrtschiffen inzwischen verlängert. Eine Frist dafür wurde nicht genannt. Weitere Infos gibt es bei cruisetricks.de.

Lufthansa-Rettungspaket

Um das mit der Bundesregierung erarbeitete Rettungspaket für die Lufthansa in Kraft treten zu lassen ist die Zustimmung der in dieser Woche stattfindenden außerordentlichen Hauptversammlung der LH-Aktionäre erforderlich.

Wie inzwischen bekannt wurde haben nur knapp 40 Prozent der Aktieninhaber für die Versammlung gemeldet. Damit könnte das Rettungspaket scheitern, da bei Unterschreitung der 50 Prozent-Marke eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich ist. Einer der Hauptaktionäre, Heinz Hermann Thiele kritisiert das Rettungspaket und lässt derzeit offen, ob er zustimmen wird. Die Lufthansa befürchtet, dass Thiele mit seinem Anteil den Rettungsplan blockieren könnte, wenn die Zweidrittel-Mehrheit erforderlich werde. Dann drohe ein ungewisser Ausgang für die Airline bis hin zu einer Insolvenz.

Schatten über LH-Rettungspaket

Lufthansa CEO Carsten Spohr erklärte gegenüber dem ZDF, dass man, falls die Aktionäre dem Hilfspaket des Bundes nicht zustimmten, umfangreiche Vorkehrungen getroffen habe, um eine Pleite mit einem unmittelbaren Stopp des Flugbetriebes zu verhindern.

 

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