DRR News 27.07.20 – Corona-Tests! / Türkeiöffnung? / Aida-Abfahrten?

Foto: Fraport AG

Corona-Test für Urlaubsrückkehrer

Das Recht auf einen freiwilligen Corona-Test hat inzwischen jeder Reisende innerhalb von 72 Stunden, wenn aus dem Ausland kommt. Möglich ist dies in Arztpraxen oder bei Gesundheitsämtern.

Für Einreisende aus Risikogebieten soll es Teststellen an Flughäfen und Seehäfen geben. Wer sich keinem Test unterzieht für den gilt weiterhin die Pflicht zur häuslichen Quarantäne für zwei Wochen. Dies gilt beispielsweise auch für aus der Türkei rückkehrende Reisende.

Bereits am Samstagmorgen wurden Testzentren an den Flughäfen in Düsseldorf und Dortmund eröffnet. Betrieben werden sie von den Kassenärztlichen Vereinigungen und der Landesregierung. Damit ist der Corona-Test dort kostenfrei. – Testmöglichkeiten gab es bisher schon an den Airports in Frankfurt, München und Köln. Dort waren sie bisher allerdings kostenpflichtig. Dies soll sich, nach der Entscheidung der Gesundheitsminister, umgehend ändern.

Eine formale Testpflicht gibt es zunächst nicht. An Bahnhöfen, Busbahnhöfen, Häfen, Flughäfen soll aber für Tests geworben werden. Ein verpflichtender Test wird aktuell geprüft.

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat heute Vormittag bei einer Pressekonferenz die Schaffung von Teststationen an Grenzübergängen und Bahnhöfen angekündigt

TUI-Chef fordert Öffnung der Türkei

Die Türkei ist derzeit von Seiten der EU noch mit einer Reisewarnung bis Ende August belegt. Einmal mehr fordern Touristiker die Rücknahme dieser Reiseeinschränkung. Zuletzt hat TUI-Chef Fritz Joussen eine Ausnahmeregelung für Reisen in die türkischen Küsten- und Urlaubsregionen gefordert. Dort gäbe es hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards. Gegner einer solchen Regelung werfen TUI vor, mehr Umsatz auf dem Rücken von Urlaubern generieren zu wollen.

Foto: TUI Group

Briten erklären Spanien zum Risikogebiet

Ganz anders gehen die britischen Behörden vor. Nach dem Wiederanstieg von Infektionen wurde Spanien am Wochenende wieder zum Risikogebiet erklärt. Dies bedeutet eine vorgeschriebene Quarantäne für alle britischen Urlauber die aus dem Spanienurlaub zurückkehren. Betroffen von dieser Regelung ist auch der britische Verkehrsminister Grant Shapps. Britische Touristiker befürchten jetzt einen Einbruch der Urlaubsreisen nach Spanien. Auch Vertreter des Spanientourismus haben sich inzwischen verschreckt gezeigt und fordern eine Ausnahmeregelung für die Inseln. Kanaren und Balearen seien ein abgegrenzter Raum mit hohen Sicherheitsvorkehrungen.

Bereits am Freitag hatte Norwegen eine vergleichbare Regelung getroffen. Frankreich warnt vor Reisen nach Katalonien.

Risikogebiet Spanien? Hier: Andalusien

Österreich meldet Infektionen vom Wolfgangsee

Wie die Tagesschau heute Morgen berichtete steigt die Zahl von Corona-Infektionen im St. Wolfgang. 53 Fälle wurden bisher registriert. Hauptsächlich handelt es sich um Auszubildende in den Bereichen Hotel und Gastronomie, die sich zu Praktika dort aufhalten. Großflächige Tests haben am Wochenende begonnen. Betroffene Gaststätten und Bars wurden geschlossen. Aktuell halten sich rund 800 Feriengäste dort auf. Gedanken macht man sich allerdings um abgereiste Urlauber. Diese könnten infiziert sein, ohne es zu wissen.

Italien mit Quarantänepflicht

Aufgrund steigender Infektionszahlen hat die italienische Regierung eine Quarantänepflicht für Einreisende aus den EU-Nachbarländern Bulgarien und Rumänien erlassen. Man hat Angst, dass von dort eine zweite Infektionswelle ausgelöst werden könnte.

Roma – DRR-Archivbild

AIDA bleibt bei geplanten Abfahrten

Diese Absichtserklärung veröffentlichte die Reederei übers Wochenende. Trotz der zehn nachgewiesenen Corona-Infektionen bei der Crew will man an den Abfahrten ab Mitte August festhalten. Die Infektionen waren durch Tests am letzten Freitag nachgewiesen worden. Das Gesundheitsamt in Rostock, das für den Seehafen Warnemünde zuständig ist, hatte daraufhin beide Schiffe „Aida Blu“ und „Aida Mar“ unter Quarantäne gestellt. Die Infizierten seien inzwischen sicher an Land untergebracht.

Am 12. August 2020 soll die „AIDAmar“ die Saison eröffnen. Bis Ende August sind insgesamt sechs drei- bzw. viertägige Kurzreisen mit reduzierter Passagierzahl und ohne Anlandungen geplant. Der Auftakt der Aida-Saison ist bereits für den 5. August geplant. An diesem Tag soll die „AIDAperla“ in Hamburg starten. Für die, noch in Warnemünde liegende, „AIDAblu“ ist die erste Abfahrt für den 16. August ab Kiel geplant.

Foto: Aida-Cruises

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