DRR News 28.07.20 – Testpflicht / Infektionen / Schutzmasken / FTI-Reisen

Testpflicht bei Einreise

Bereits jetzt gilt schon die Verpflichtung zu einer zweiwöchigen häuslichen Quarantäne bei der Einreise aus Risikogebieten. Die Pflicht zum Corona-Test wird wohl in der nächsten Woche Realität, wenn man Gesundheitsminister Jens Spahn glauben darf. Die Testpflicht wird bestehen bei der Einreise nach Deutschland aus Risikogebieten. Dazu zählen weltweit aktuell rund 100 Länder.

Noch ist diese Testpflicht nicht verabschiedet und angeordnet, da regt sich auch schon inhaltliche Kritik. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert zum Beispiel die allgemeine Testpflicht bei der Wiedereinreise nach Deutschland. Er sagt, dass das Risiko einer Infektion in derzeitigen Nicht-Risikogebieten mindestens genauso hoch sei, da die Reisenden unvorsichtiger würden, wenn sie sich in Sicherheit wägen.

Foto: Bundespolizei

Letztlich steht vermutlich als nächste Maßnahme die Diskussion um einen Test als Voraussetzung zum Fliegen an. Dies könnte das, in der letzten Woche in den Reiseradio-News beschriebene, Infektionsrisiko an Bord von Flugzeugen minimieren.

Die Tests sollen auf jeden Fall kostenfrei sein. Hier gilt es noch Einiges zu organisieren. Der Frankfurter Flughafen bietet zum Beispiel aktuell nur kostenpflichtige Tests an und kann dies, nach eigenen Angaben, so schnell auch nicht umstellen. Dafür bedarf es wohl auch einer entsprechenden Anordnung. Perspektivisch werden die Kosten künftig wohl über die Flughafengebühren, auf der Liste der Ticketzusatzkosten landen.

Spekulation: Letztlich könnte, als nächste Maßnahme, die Diskussion um einen Test als Voraussetzung zum Fliegen anstehen. Dies könnte das, in der letzten Woche in den Reiseradio-News beschriebene, Infektionsrisiko an Bord von Flugzeugen minimieren. Der verpflichtende Test vor dem Flug wurde inzwischen von Ethihad-Airlines eingeführt.

Für die Einreise auf dem Schiffs- und Landweg gelten grundsätzlich dieselben Regeln. Teststationen und eine Kontrolle gibt es allerdings nicht. Bayern hat gestern angekündigt, Teststationen auch in Grenzübergangsbereichen im Landbereich einrichten zu wollen.

Infektionszahlen  

In der Zwischenzeit steigen die Neuinfektionen. Nicht nur im europäischen Ausland, sondern auch weltweit und in Deutschland selber.

Obwohl ein eigenmächtiges Vorpreschen künftig vermieden werden sollte, gibt es schon wieder Reisebeschränkungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern für Urlauber aus dem bayerischen Landkreis Dingolfing-Landau. Allerdings steht auch die allgemein angeordnete Reisebeschränkung für diese Region zur Disposition. Diese muss von der Bayerischen Landesregierung erlassen werden.

Verschärfung der Maskenpflicht im Ausland

Nach zahlreichen Infektionsfällen kehren viele Länder zu einer ausgedehnten Maskenpflicht zurück. In den letzten Tagen wurden Verschärfungen der Regeln aus Österreich, Frankreich, Spanien, Belgien, Bulgarien, Großbritannien, Kroatien und der Tschechischen Republik gemeldet. Die Details sollte jeder, direkt vor Reiseantritt klären, da sich aktuell ständig Änderungen ergeben. Eine ausreichende Anzahl von Schutzmasken gehört jedenfalls in jedes Reisegepäck.

Verschärfte Maskenpflicht im Ausland

FTI baut ab

Der Münchner Reiseveranstalter tritt jetzt ebenfalls auf die Sparbremse. Gestern wurde beschlossen, sich einige Angebote einzustellen. Dazu gehören u.a. der Bereich FTI Cruises, das Flugportal fly.de und der Bereich LAL Sprachreisen. Die Maßnahmen zeigen deutlich, dass sich große (Pauschal-)Reiseveranstalter geschäftlich aktuell schwertun.

Auch der Branchenriese TUI hat weiterhin große finanzielle Probleme. Nur mit einem Buchungsrückgang, der unterhalb von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr liegt, käme man über die Runden. Das spekulieren einige Fachleute.

Carnival Cruises mit Veränderungen

Carnival Cruise Line will, laut einer Pressemeldung von gestern, mit einer verkleinerten und verjüngten Flotte in die Zukunft starten. Die Reederei mustert die US-Reederei kurzfristig vier ihrer 28 Schiffe aus. Die „Carnival Fantasy“ und die „Carnival Inspiration“ sollen verkauft werden. Stilllegungen sind geplant für die „Carnival Fascination“ und die „Carnival Imagination“

Gleichzeitig soll aber auch (November 2022) ein zweites mit der „Carnival Mardi Gras“ identisches Schiff fertiggestellt werden. Beide Schiffe verfügen über einen umweltschonenden Flüssigerdgas-Antrieb (LNG). Als Heimathafen ist Miami geplant.

Foto: Carnival Cruises

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