DRR138 – 48 Hours: Destination San Diego

Discover Your Smile

„Entdecke Dein Lächeln – Entdecke San Diego“, so ähnlich kann man die Werbekampagne für die südlichste Stadt in Südkalifornien übersetzen. Schade wenn man nur knapp 48 Stunden dafür hat. – Gut, dass ich schon einige Male dort war, denn bei der Anreise am Mittag, zwei Übernachtungen und Abreise am Vormittag bleibt nicht wirklich viel Zeit. Trotzdem ist es mir gelungen, in diese knappe Zeit reichlich Erlebnis zu packen. Geholfen hat dabei Joe Timko von San Diego Tourism, der mir zu Beginn reichlich viele Tipps gegeben hat. Leider fielen dabei die besonders entspannenden Teile unter den Tisch. Ein Besuch am Strand mit Sonnenbaden oder Baden lässt sich kaum organisieren, wenn man möglichst viel von der Stadt sehen will, denn San Diego ist eine Großstadt mit 1,4 Millionen Einwohner. Im Großraum San Diego leben unterm Strich über 3 Millionen Menschen.

San Diego Skyline at Night

Im Podcast finden sich subjektiv ausgewählte Stationen aus der langen Liste der Tipps, die ich bekommen habe. Der Erlebnisfaktor ist hoch in San Diego und gerade deshalb fällt so manch Sehenswertes in eineinhalb Tagen unter den Tisch. Die Details, für die es gereicht hat, haben aber zum Beispiel das Weglassen des Stranderlebnisses voll ausgeglichen.

Tipp 1: Strand

Auch wenn es dafür diesmal nicht gereicht hat, die Tipps dazu habe ich noch von den Voraufenthalten 1993 und 2000 in guter Erinnerung. Wenn es ums Faulsein, das Sonnenbaden und auch das Baden geht, sind sicher die stadtnahen Strändeauf der Halbinsel Coronado empfehlenswert. Warum ich dort schon einmal war, hat mit der Nähe zu einer Hotelikone zu tun, die Kinogeschichte geschrieben hat. Das „DEL“, also das Hotel „Del Coronado“ bekommt einen eigenen Podcast. Hier jedenfalls wird der Strand immer breiter. Das hat mit der Strömung zu tun.

Strandtechnisch wechseln sich flacher Sandstrand mit Stränden unterhalb von Felsklippen ab. Bei 120 Kilometern Strandlänge findet aber jeder seine Lieblingsecke. Man muss sich vorher nur ein wenig schlau machen.

Nix geht ohne Meer

Tipp 2: Fish-Tacos

Überall an den insgesamt 120 Kilometern Strand findet sich auch immer eine Imbissbude oder ein Foodtruck. Die Suche nach einem leckeren „Fish-Taco“ lässt sich hier ganz nebenbei befriedigen. Die mexikanische Küche ist so nah an der Grenze nach Tijuana auch weit verbreitet.

Verbinden mit Besichtigungen lassen sich Taco, Enchillada, Quesadilla und Co auch in der Nähe von Old Town, der Keimzelle der Stadt. Das „Café Coyote“ (2461 San Diego Avenue) ist seit fast einem Vierteljahrhundert im Geschäft und verdient sein Geld hauptsächlich mit Touristen. Hier ist viel los, hier geht es touristisch zu, geschmeckt hat es trotzdem.

Mexican Sound im „Café Coyote“

Der Spezialtipp von unserem Fachmann lautet: „Salud“. Dieses Restaurant im Stadtviertel (Barrio) Logan sei das absolut beste, wenn es um authentische mexikanische Gerichte geht. „Salud“ (2196 Logan Avenue) ist eigentlich immer geöffnet oder anders gesagt: Täglich von 11 bis 22 Uhr.

Tipp 3: Old Town

Oldtown: Innenhof des „Mission-Museum“

Eine Pflichtstation, die wie so oft in den USA, sowohl Historisches befriedigt, als auch den touristischen Standardbedürfnissen entgegenkommt. Hier findet sich die Keimzelle der Stadt. Es ist ein „State Park“ mit Museum in alten Gebäuden, der Darstellung von traditionellem Leben und Handwerk auf der einen Seite und in manchen auf alt getrimmten Gebäuden auch die übliche und beliebte Ansammlung von Andenkenläden, mexikanischem Kitsch-Kunsthandwerk, Zigarrengeschäften und allerlei Souvenirplunder. Letzteres braucht man nicht, der historische Teil zählt zum Pflichtprogramm. 1542 entdeckten die Spanier diese Küste. Die erste und größte Missionsstation Kaliforniens findet man in Old Town.

Old Town: Historisierte Verkaufsmeile

Tipp 4: Balboa Park

Der Balboa Park wartet auf mit dem Stadtpark in dem sich 17 unterschiedlichste Museen finden lassen: Gärten, weitläufige Parklandschaft und mittendrin die Museumsgebäude. Hier wird eigentlich Jeder fündig, denn das Angebot reicht von diversen Kunstmuseen über das Kunstinstitut, das „ComicCon“-Museum bis zum Fotografie-Museum, dem Wissenschaftszentrum und sogar einem Spielzeugeisenbahnmuseum. Da kann man die komplette Familie begeistern. Wer Museen hasst, macht einen langen Spaziergang.

Tipp 5: San Diego Zoo

Zoo Nummer 1 in den USA

Es ist der TOP-ZOO in den Vereinigten Staaten. Die Eintrittspreise sind mit um die 50 Dollar für deutsche Verhältnisse ziemlich happig, aber das Erlebnis ist schon ziemlich einmalig und vor allem der Zoo muss ohne Zuschüsse auskommen. Das erklärt den hohen Preis. Wer das Ticket schon bezahlt, sollte auf jeden Fall eine geführte Tour, auch hinter die Kulissen, mitmachen. Die kostet aber nochmal EXTRA.

Der „Salatbär“ im San Diego Zoo (Höre Podcast!)

Tipp 6: Das „MSS Midway“ – Museum

Direkt im Hafen der Innenstadt liegt er, der einst prächtigste Flugzeugträger der 50er und 60er Jahre. Er ist, trotz der gigantischen Ausmaße, nicht mein Ding. Sehenswert ist er trotzdem, denn er zeigt die Gigantomanie militärischer Technik sehr eindrucksvoll. Eine schwimmende militärische Stadt. Technisch faszinierend aber, im Gegensatz zu Tausenden von amerikanischen Besuchern, Nichts, was man zwingend bewundern muss. Insbesondere wenn es zum amerikanisch – vaterländischen Pathos kommt, dem man sich auf dem riesigen Flugzeugträger beim besten Willen nicht entziehen kann.

MSS Midway – Museum

Tipp 7: Petco Park: Baseball und Bier

DRR-Baseball-Research im Petco-Park

Wenn während des Aufenthaltes ein Baseballspiel angesagt ist, wird das „PETCO PARK“-Stadion zur Pflichtadresse. Hier trifft amerikanische Lebensphilosophie auf Sport. Wir reden über Baseball oder besser gesagt, ich rede über Baseball und habe immer noch keinen wirklichen Dunst davon. Vorweg halten wir fest: Ein Baseball-Match ist auch für die Amerikaner eine große Party: Stadion, Musik, Applaus, Schlachtrufe, aber vor allem auch Hot Dogs und Bier. Wenn es um die knackiger Erklärung der Spielregeln geht (Podcast!) dann geraten selbst Amis schon mal in Not. Ganz so einfach, wie man tut, lässt sich das Spiel nicht zusammenfassen. Letztlich geht es aber im Stadion um den Spaß, den Junk-Food und die 98 Biersorten, die an den Verkaufsständen zur Wahl stehen.

Besuch bei den „Padres“-Cheerleadern

Tipp 8 und 9: Straßenbahn zur mexikanischen Grenze oder „Sunset Cruise“

Es gibt eine Straßenbahn zur Grenzstation nach Tijuana. In 30 Minuten ist man dort. Hessen erfreuen sich meist an den älteren Zügen, die den U-Bahn Zügen Frankfurts gleichen. – Das Thema „Grenze und Mauern“ habe ich natürlich auch mit Joe Timko besprochen. Das komplette Interview findet Ihr HIER!

Start zur Sunset-Cruise

Wer mehr Idylle braucht, macht eine „Sunset-Cruise“ mit einem der „Hornblower-Schiffe“. Die Palette reicht von der reinen Bootsfahrt über den Trip mit reichlich Drinks an Bord oder auch der „Dinner Cruise“, die ein dreigängiges Abendessen inklusive Sekt serviert. Die Touren dauern zwischen einer und drei Stunden.

Tipp 10: Gaslamp Quarter

Dieses historische Viertel besticht am Abend mit einer hohen Kneipen- und Restaurantdichte. Als ich 1993 das erste Mal dort war, gab es noch die Empfehlung vom Hotel aus besser mit dem Taxi dorthin und wieder zurück zu fahren, die Umgebung sei ziemlich gefährlich. Heute kann man sich, je nach Entfernung, sogar zu Fuß aufmachen ohne Angst um Leib und Leben zu haben. Der „Nachteil“ dabei: Heute ist das Viertel sehr touristisch. Einheimische gehen eher in North Park oder in Logan aus.

Tipp 11: Einfach mal relaxen

Hohe Yachtdichte in der Bay hinter Shelter-Island

Das geht ganz wunderbar in Mission Bay und auch auf den Halbinseln „Harbor Island“ und „Shelter Island“. Hier gibt es auch schöne, meist recht teure Hotels und Resorts. Hier im Hotelgarten oder einem Restaurant zu sitzen, mit Blick auf die unzähligen Segelyachten an den Liegeplätzen, entspannt herrlich.

Tipp 12: SAN-Airport für Planespotter

Der Flughafen liegt mitten in der Stadt. Die Einflugschneise führt in niedrigster Höhe über die Hügel der Stadt zur Runway 27. Hier lässt sich es sich famos zuschauen, wie die Maschinen über die Berge von San Diego hereinschweben, um sich dann regelrecht auf die Landebahn „fallen zu lassen“.

Anflug auf SAN -Airport: Über den Hügel hereinschweben…
…danach die Maschine durchsacken lassen…
…und sanft auf Runway 27 aufsetzen.

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Wetter

San Diego hat ein herrlich mildes Klima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von etwas über 17 Grad. Von Schnee und Winter in Südkalifornien habe ich noch nie gehört, da sinken die Tagestemperaturen selten unter 14 Grad. Im warmen Sommer sorgte der Pazifikwind stets für Luftbewegung und erträgliche Luftfeuchtigkeit. – Achtung, wer im Juni nach San Diego bzw. an die kalifornische Küste reist, muss mit dem sogenannten „June Gloom“ rechnen. Das heißt: Grauer Himmel und Nebel an der Küste, der sich erst im Lauf des Tages auflöst. Angeblich gibt’s das nur im Juni, aber es ätzen auch manche Kalifornier über „May-Grey“ oder “No Sky–July“. Der kühle feuchte Nebel zieht vom kalten Pazifik herein und hüllt die Küstenregionen ein. Meist reicht es ein paar Kilometer ins Inland zu fahren oder einen Hügel zu erklimmen und das Phänomen hat sich erledigt.

Anreise:

Es gibt Nonstop-Verbindungen nach San Diego von Frankfurt aus mit Lufthansa. Umsteigeverbindungen mit LH gehen über Los Angeles, San Francisco, Washington-Dulles, Newark und Houston mit Anschlussflug von United nach SAN.

Mit Condor und Alaska Airlines erreicht man SAN von Frankfurt über Seattle oder Portland/Oregon.

Bei Edelwess Air gibt es im Sommer (Juli-September) eine Nonstop-Verbindung nach SAN ab Zürich.

Die großen US-Airlines (United, Delta, American) bieten Umsteigeverbindungen über New York, Washington-Dulles, Atlanta, Charlotte, Detroit, Chicago, Denver, Dallas-Fort Worth, Houston und San Francisco.

Weitere Umsteigeverbindungen gibt es mit KLM über Amsterdam nach Atlanta und Detroit und dortigem Anschluss nach San Diego mit Delta Airlines.

British Airways bietet SAN über London-Heathrow und anschließendem Nonstop-Flug nach San Diego

Information:

San Diego Tourism

Hinweis: Diese Reisereportage wurde unterstützt von San Diego Tourism. Dies hat keinen Einfluss auf eine objektive Berichterstattung!

Bye-Bye SAN: Kiss and come back!

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