Reise News 16.06.26 – Sommer in Deutschland & EU-Flugrecht

Foto: Europapark

Sommer: Die Zeit der Freizeitparks 

Mit dem Sommerbeginn startet auch die große Zeit der Freizeitparks in Deutschland. Höher-Schneller-Weiter ist jedes Jahr das schlagzeilenträchtige Motto, aber welcher Park ist denn nun der beste für den Familienausflug? Welcher sollte beim Familienurlaub in deutschen Landen auf der „Bucket-List2 stehen? Das Reiseportal „Travelcircus“ hat auch für 2026 ausführlich getestet und aus den 49 Parks die TOP 25 ermittelt.

Gecheckt wurden dabei Eintrittspreise, Öffnungszeiten, Bewertungen, das Google-Suchvolumen und auch Instagram-Posts.

Top 25

Grafik: Travelcircus

Jeder Park konnte pro Kategorie bis zu 5 Punkte erreichen, was eine maximale Gesamtpunktzahl von 25 Punkten ergibt.

Das sollte man wissen:

Der süddeutsche Riese Europa-Park verteidigt mit einer neuen Rekordzahl an Attraktionen ein weiteres Mal Platz eins.

Zu den Aufsteigern gehören die sechs „Karls Erlebnis-Dörfer“.

Ein Tag Spaß für eine vierköpfige Familie kostet zwischen 48 € und 332 €.

Wer Tickets spontan vor Ort kauft, zahlt bis zu 50 € Aufschlag.

Die Eintrittspreise der größten deutschen Freizeitparks sind seit 2011 durchschnittlich um 91 % gestiegen. Im Spitzenreiter-Park sogar um 160 %.

Preiskalkulation 

Karls-Erlebnisdorf in Koserow / Usedom – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Der Spitzenreiter Europa-Park verlangt beim online Ticketkauf satte 292 Euro pro Familie – und das ohne Popcorn, Getränke oder ein Kuscheltier als Andenken. Dafür bietet der Park aber die meisten Attraktionen.

Auch im zweitplatzierten Phantasialand, bei LEGOLAND Deutschland und für den „Movie Park Germany“ muss man deutlich über 200 Euro für einen Tag hinblättern. Hier stehlen die „Karls Erlebnisdörfern“ preislich vielen Anbieter die Show. Dort muss man zwischen 48 und 60 Euro berappen.

Weitergehende Informationen zu den Top-Parks warten auf der Travelcircus-Website.

Churfranken: Theatertage & Kultursommer 2026

Miltenberg, Marktplatz – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Über der historischen Altstadt von Miltenberg erhebt sich die Mildenburg. Im Sommer wird sie zur großen Freilichtbühne.

Mit den 30. Theatertagen Mildenburg vom 15. bis 25. Juli und dem anschließenden Kultursommer auf der Mildenburg vom 27. Juli bis 9. August wird viel geboten.

Zum Jubiläum der Theatertage präsentiert die „theaterachse Salzburg“ den Klassiker „Cyrano de Bergerac“.

Gleich im Anschluss stehen beim Kultursommer Poetry Slam, Stand-up-Comedy, Kinoabende, Lesungen mit Weinverkostung und Lesenächste für Kinder auf dem Programm. Außerdem warten Open-Air-Konzerte verschiedenster Stilrichtungen auf das Publikum – von Folk bis Blasmusik und von Chorklängen bis zu Duetten reicht das Spektrum. Die einzigartige Kulisse der Mildenburg, hoch über dem Main, verleiht allen Veranstaltungen eine besondere Atmosphäre.

Riesen – Ältestes Gasthaus Deutschlands in Miltenberg – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Kulinarisch TOP

Unten in der Stadt wartet zudem ein wundervolles Altstadtensemble. Zudem liegt Churfranken mitten in einem Weingebiet, besitzt mit „Faust“ eine regionale Brauerei und glänzt mit herausragender Gastronomie in der gesamten Region Miltenberg, Bürgstadt und Kleinheubach.

Blick ins Maintal – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Mecklenburg-Vorpommern: „MittsommerRemise“ in 80 Schlössern, Guts- und Herrenhäusern

80 Schlösser, Guts- und Herrenhäuser zwischen Ostseeküste und Seenplatte stehen am 20. und 21. Juni allen Schlösserfans, Interessierten oder Neugierigen offen. Bei der landesweiten Aktion „MittsommerRemise – Festival der Gutshäuser Mecklenburg-Vorpommern“ kann man zum 19. Mal Führungen, Ausstellungen, Kulinarik und Kultur genießen. 13 Häuser beteiligen sich zum ersten Mal an der Veranstaltung des Vereins Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern. Neu dabei sind beispielsweise das Gutshaus Petersdorf südlich von Wismar, der Gutshof Detershagen südlich von Kühlungsborn sowie die Burg Klempenow in der Mecklenburgischen Seenplatte.

Schloss Semlow – Foto: TMV / Gohlke

Peter Kranz, Geschäftsführer der MV Tourismus GmbH betont:

Die ‚MittsommerRemise‘ ist eine herausragende Veranstaltung, die die kulturelle Bedeutung der Gutshäuser in Mecklenburg-Vorpommern sichtbar macht. Mit dem beliebten Event fügt sich das Urlaubsland zudem in das internationale „Baltic Manors Festival“ ein, durch das die gesamte Gutshauslandschaft im Ostseeraum gemeinsam erlebbar wird und zukünftig als Europäische Kulturroute ausgezeichnet werden soll.

Umfangreiches Programm von Wasserbüffeln bis Klarinetten-Konzert

Am Samstag, 20. Juni, stehen 64 Häuser zumeist ab 11:00 Uhr offen. Im Landhotel Schloss Kölzow nahe Rostock können Gäste mit einem vom Ensemble Tricordanza begleiteten Frühstück in den Tag starten. Im neu teilnehmenden Gutshof Detershagen werden Führungen durch die Gutshofanlage, eine Kunstausstellung in der Saalscheune sowie ein Grillbüffet mit regionalen Wildspezialitäten angeboten. Kaffee, Kuchen und ein Klarinetten-Konzert sowie eine Führung durch Haus und Park mit Erläuterungen zum aktuellen Sanierungsstand locken ins Gut Langwitz in der Mecklenburgischen Seenplatte.

Am Sonntag, öffnen 63 teilnehmende Schlösser, Guts- und Herrenhäuser. Wieder dabei ist das Schloss Zinzow, das sich zwischen Anklam und Neubrandenburg befindet. Neben Verkostungen in der Gutsbrennerei findet auch eine geführte Wanderung zu den Wasserbüffeln im Renaturierungsgebiet statt. Zum ersten Mal nimmt das zwischen der Mecklenburgischen Schweiz und Seenplatte gelegene Gutshaus Groß Upahl an der „MittsommerRemise“ teil. Dort können Interessierte die frisch renovierten Gutsherrenzimmer bewundern oder durch den Park mit Hoftieren flanieren. In Garz auf der Insel Rügen wird das Gut Rosengarten geöffnet. Gäste können sich auf einen historischen Park, ein veganes Café und das gemeinsame Flechten von sommerlichen Blumenhaarkränzen freuen.

Wasserschloss Mellenthin – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Aktivangebote

Geführte Fahrradtouren locken in die Mecklenburgische Seenplatte

Zwischen Wäldern und Schlössern: In diesem Jahr werden erstmals geführte Radtouren entlang zahlreicher Schlösser und Gutshäuser offeriert. Gäste können sich zwischen einer Ausfahrt um den Malchiner See, einer 45 Kilometer langen Tour ab Ivenack oder einer Fahrt in der Feldberger Seenplatte entscheiden.

Radtourismus ganz groß in Mecklenburg-Vorpommern – Foto: Mike Scharfscheer / Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

Besonders familienfreundliche Angebote finden sich unter anderem im Schloss Gamehl bei Wismar; dort können sich Gäste auf Pony-Kutschfahrten oder Kaffee und Kuchen im Wintergarten freuen. In der Burg Spantekow in Vorpommern gibt es einen Kunsthandwerkermarkt auf dem Burghof, Live-Musik, eine Greifvogelflugshow sowie Oldtimerfahrten. Neu ist eine Wanderroute um Feldberg, die sich auch für Familien eignet. Kinder können die Tour mit einem Fragebogen als Schnitzeljagd absolvieren.

Bus-Shuttles und Tickets

Für das Erlebnis stehen Shuttlebusse zur Verfügung, die ab Rostock, Wismar, Schwerin, Greifswald sowie Neustrelitz starten. Neu in diesem Jahr ist eine geführte Bus-Tour, bei der Gäste auf einer Fahrt ab Neustrelitz Wissenswertes zur Geschichte ausgewählter Gutshäuser erfahren.

Das Tagesticket für die „MittsommerRemise“ kostet im Vorverkauf 14 Euro und ein Wochenend-Ticket 25 Euro, für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende gibt es eine Ermäßigung. An den Tageskassen gibt es die Tickets für 15 bzw. 28 Euro.

EU-Fluggastrechte

Lange wurde gestritten. Letztendlich gab es zum Ende der letzten Woche eine Einigung in Sachen Fluggastrechte auf Europäischer Ebene.

Wenns mal wieder länger dauert: Warteschlange – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Wichtigste Entscheidung: Die Entschädigungsregelungen gibt es auch weiterhin bei einer Flugverspätung ab 3 Stunden. Auch die Entschädigungssummen bleiben gleich und liegen bei 250 Euro auf der Kurzstrecke, 400 Euro für Mittelstrecken und 600 Euro für Fernflüge.

Neue Regelungen

Neu sind die kostenfreien Namenskorrekturen in Flugtickets. Bisher wurden Passagiere zur Kasse gebeten, wenn der Name des Fluggasts falsch im Ticket notiert war.

Neu ist auch die Informationspflicht in Sachen Entschädigung. Dafür soll es ein einheitliches Formular geben, das den Fluggästen innerhalb von 96 Stunden nach einer Störung übergeben werden muss. Darauf sollen alle möglichen Ansprüche klar formuliert sein.

Gute Nachricht auch für Familien: Gab es, insbesondere beim Billigflieger Ryanair, immer wieder Probleme mit dem Zusammensitzen von Eltern und Kindern, ist dies jetzt obligatorisch. Teurere Familientarife dafür sind unzulässig.

Foto: Fraport

Gesetz trifft Realität

Die rechtliche Situation ist damit klar festgelegt. Erfahrungen mit den vorangehenden Lösung zeigten aber immer wieder, dass zwischen Recht haben und Recht bekommen Welten liegen. Entsprechend dürften die zahlreichen Entschädigungsportale weiterhin eine Existenzberechtigung haben.

FRA-Skyline: Problem behoben

Der erste Zug ist da. Skyline People Mover für Terminal 3 – Foto: Fraport

Die zweite Skyline-Bahn, die am Frankfurter Flughafen den schnellen Transport zwischen dem neuen Terminal 3 und den Terminals 1 und 2 erledigt, ist seit gestern wieder in Betrieb.

Ende Mai war die Verbindung, wenige Wochen nach der Eröffnung des Terminals, aufgrund von technischen Störungen eingestellt worden. Seitdem fuhren Ersatzbusse zwischen den Terminals, was die Transferzeiten erheblich länger machte.

Der Busbetrieb wird Reisenden in der Nacht zunächst aber erhalten bleiben. Zwischen 23 Uhr und 4 Uhr morgens, ruht der Betrieb der Skyline-Bahn, für weitere technische Kontrollen und Tests.

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