D-RR News 10.01.22 – Hochrisiko / Ryanair/ 2G+/Condor/GR

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Die Zahlen des Tages

(Wochenendzahlen sind niedriger aufgrund geringer Testzahlen)

375,7

(7 Tage Inzidenz pro 100.000 Einwohner)

25.255

(Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden)

52

(Todesfälle innerhalb der letzten 24 Stunden)

114.029

(Todesfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie)


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Zahl der Hochrisikogebiete stark gewachsen

Die Omikron-Virusmutation sorgt für den starken Anstieg von Risikogebieten und Staaten. Die Einordnungen von 40 neuen Ländern am Freitag, mit Wirkung seit gestern, verheißen nichts Gutes. Folgende Länder gelten jetzt neu oder wieder als Hochinzidenzgebiet:

Angola, Argentinien, Australien, Bahamas, Bahrain, Belize, Bolivien, Cabo Verde (Kapverden), Demokratische Republik Kongo, Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), Estland, Fidschi, im französischen Staatsgebiet: die Übersee-Departements Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, St. Martin und St. Barthélemy, Gabun, Ghana, Grenada, Guinea, Island, Israel, Jamaika, Kenia, Komoren, Kuwait, Luxemburg, Mali, Mauretanien, im niederländischen Staatsgebiet: die überseeischen Teile Aruba und Curaçao. Nigeria, Panama, Qatar, Ruanda, Sambia, Schweden, Sierra Leone, Südsudan, Togo, Uganda, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate

Details und sich damit verändernde Reisebedingungen gibt es auf der Website des Robert-Koch-Instituts.

Ryanair gibt FRA – Basis auf

Foto: Ryanair

Die Begründung ist so simpel wie typisch Ryanair: Basis und Betrieb in Frankfurt Rhein-Main sei zu teuer um rentabel zu sein. Rentabel müsste man streng genommen durch die Begrifflichkeit „gewinnträchtig“ ersetzen. Der irische Billigflieger ist bekannt dafür, nicht nur Sonderkonditionen zu fordern, sondern sich auch bei Nachlassen der Rendite schnell von einer Basis zu trennen. Die Flughafengebühr seien Ryanair schlicht zu hoch, verlautete es bei Ryanair.

Ex und hopp: Die Basis „FRA“ wird zum 31. März geschlossen. Die stationierten fünf Maschinen sollen auf andere Flughäfen verteilt werden. Ob dies auch ein kleiner Hoffnungsschimmer für „Frankfurt“-Hahn (HHN), mitten im Hunsrück, sein könnte, ist dabei völlig offen.

Kunden, die bereits Flüge ab April in Frankfurt gebucht haben, sollen ihr Geld zurückerhalten. Damit geht das FR-Billigangebot nach gut 4 Jahren zu Ende.

Foto: Fraport AG

Einigkeit & Einigkeit & Einigkeit?

Es sollte ein Auftritt der Solidarität werden und das, was am Freitagnachmittag von Bundeskanzler Olaf Scholz und seinen Länderkolleg:innen Franziska Giffey und Hendrik Wüst zu hören war, klang danach: Einigkeit und Solidarität.

Bundeseinheitlich sollte 2G+ für Restaurants, Bars, Kneipen und Cafés gelten. Ausgenommen sind davon Menschen, die einen vollständigen Impfschutz durch eine Booster Impfungen erhalten haben. Darüber hinaus wurden Quarantäneregeln für Kontaktpersonen und Mitarbeitende in systemrelevanten Bereichen verkürzt und vereinfacht. Die Details gibt es hier!

Grafik: Bundesregierung

Die beschworene Einigkeit hielt aber, leider wie so oft, nur wenige Stunden. Bayern und Sachsen-Anhalt scherten schon am frühen Freitagabend wieder aus. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte in Magdeburg, dass es in Sachsen-Anhalt zunächst bei 2G bleiben solle. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verkündete, dass darüber, zumindest Bayern, das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. In Bayern gelten teilweise schon schärfere Regelungen. Dort sind Kneipen und Clubs beispielweise ganz geschlossen. Söder kritisierte auch die Maskenpflicht-Empfehlung im Gegensatz zu der weitreichend bereits geltenden Maskenpflicht in seinem Bundesland.

In der Fortsetzung ist auch über den Start einer potentiellen Impfpflicht wieder Streit ausgebrochen.

DEHOGA ist sauer

Die 2G+-Vorgabe ist in der Gastronomie nicht gut angekommen. Ingrid Hartges, die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands warnte vor einem weiteren finanziellen Desaster in Gastronomie und Hotellerie. Rund 50 Prozent aller Betriebe bangten nach wie vor ums Überleben. Die verschärften Zugangsregeln verschlechterten die Situation noch einmal erheblich.

Condor-Sicherheitslandung

Boeing 757-300 – Foto: Condor

Am Freitag kam es zu einem technischen Zwischenfall beim Condor-Flug DE1439 von Lanzarote nach Hamburg. Kurz nach dem Start versagte ein Triebwerk der Boeing 757-300 mit dem Kennzeichen D-ABOB. Es gab Knallgeräusche und Augenzeugen berichteten von einem Flammenausstoß. Die Piloten erklärten daraufhin die sogenannte „Luftnotlage“ und landeten die Maschine sicher und ohne weitere Störung sicher auf der Nachbarinsel Fuerteventura.

Die 209 Passagiere wurden am Samstag mit einer Ersatzmaschine nach Hamburg geflogen und sind dort um 18 Uhr 22 gelandet. Die Maschine hatte ihren Erstflug im September 1998 und ist 23 Jahre alt. 

Griechenland: Geänderte Impf- und Alltagsregeln

Boote in Kato Zakros im Osten Kretas – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Booster Impfungen sind auch in Hellas das Gebot der Stunde. Im Rahmen der Werbung für die Impf-Auffrischung hat das griechische Gesundheitsministerium jetzt neue Regeln in Sachen Impfschutzgültigkeit für Einheimische erlassen. Die Impfzertifikate für eine zweifache Impfung sind künftig nur noch maximal 7 Monate gültig. Danach ist spätestens eine „Boost“ erforderlich, um als geimpft zu gelten. Diese Regelung tritt am 1. Februar in Kraft, für Reisende über 60 Jahre gilt sie bereits seit Mitte Dezember.

Für Touristen gilt zwar eine Zertifikatsgültigkeit von 9 Monaten, allerdings gelten sie dann im griechischen Alltagsleben, bei der Überschreitung der 7 Monate als ungeimpft und müssen mit entsprechenden Einschränkungen rechnen. In Griechenland gilt 2G beim Besuch von Restaurants, Cafés, Museen, Clubs und Sportstätten. Wichtig ist dabei die digitale Bestätigung per APP oder EU-Zertifikat (QR-Code). Das gelbe Impfbuch wird in Griechenland nicht akzeptiert.

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