D-RR News 21.10.20 – Risiko, Einschränkungen und neue Ideen

Beherbergungsverbot M-V gekippt

Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurde das Beherbergungsverbot gerichtlich beendet. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald traf diese Entscheidung am gestrigen Nachmittag. Geklagt hatten zwei Hotelbesitzer gegen unlogische Vorschriften innerhalb der Verordnung und bekamen recht. Die Vorlage eines negativen Covid-19-Tests ist damit auch in Mecklenburg-Vorpommern keine Pflicht mehr beim Check-In für Hotels und Pensionen. Vermutlich wird das Bundesland jetzt auch das Einreiseverbot für Tagestouristen aus Risikogebieten außer Kraft setzen.

Beherbergungsverbot in MV gekippt: Topziel Heringsdorf / Usedom

Risikogebiet Berchtesgaden

Aus dem beliebten Urlaubsgebiet mussten gestern rund 2.500 Gäste zwangsweise abreisen. Der Landkreis und die Stadt Berchtesgaden unterliegen bis 8. November starken Kontaktbeschränkungen. Der Tourismus wurde komplett eingestellt.

CMT-Stuttgart abgesagt

CMT in Stuttgart abgesagt (Archivbild)

Die Publikumsmesse für Tourismus, „Caravaning, Motor, Touristik“, fällt aus. Die Messe Stuttgart hat gestern die Veranstaltung abgesagt. Sie sollte vom 23. bis 31. Januar 2021 stattfinden. Man will aber eventuell die Messe zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr nachholen.

Die Entscheidung hat sicher mit der gegenwärtig wieder stärker um sich greifenden Corona-Pandemie zu tun. Dies muss zu einer Vielzahl von Absagen aus dem touristischen Bereich geführt haben. Letzter Anstoß soll, Insiderkreisen zufolge, die Messeabsage eines der größten deutschen Wohnmobil- und Campinghersteller gewesen sein. Die Hymer-Gruppe, mit den Produktnamen Hymer, Dethleffs, Bürstner und LMC, hatte sich Ende der letzten Woche aus der CMT für 2021 ausgeklinkt.

Inwieweit diese Absage Signalwirkung auf weitere Veranstaltungen und Messen haben wird, bleibt abzuwarten. Die CMT Partnermesse TC Leipzig wurde bereits abgesagt.

Neues Geschäftsmodell

Corosierge-Reisen ist ein frisch ein den Start gegangenes Geschäftsmodell des mittelständischen Reiseveranstalters „America Unlimited“. Da das Nordamerika-Geschäft völlig brachliegt, bietet der Veranstalter aus Hannover jetzt individuell „gestrickte“ Reisen in Regionen an, die trotz der wachsenden Infektionszahlen bereisbar sind. Das Credo heißt: Sag mir, welchen Urlaub Du machen willst und wir organisieren das.

Die Website von Corocierge-Reisen (Screenshot)

Das Prinzip geht von kurzfristig gebuchten Reisen aus. Damit soll auch gewährleistet werden, dass es zu möglichst wenigen Reiseabsagen kommt. Alle Angebote sind Pauschalreisen und unterliegen damit den Sicherheitsanforderungen des Pauschalreiserechts. Derzeit sind bei „Corocierge“ zum Beispiel Reisen nach Kreta, Madeira, Zypern im Angebot, aber auch Fernreisen in Richtung Malediven, Seychellen, Costa Rica oder Barbados.

Wir haben mit Geschäftsführer Timo Kohlenberg gestern ausführlich über die Idee gesprochen. Die Details gibt’s im aktuellen Reiseradio-Podcast

USA jetzt mit Maskenpflicht

Die US-Gesundheitsbehörde CDC (Center of Disease Control) greift zu härteren Mitteln. War das Tragen von Mund-Nasenschutz in der Öffentlichkeit und beim Benutzen von Verkehrsmittel bisher empfohlen, gilt jetzt eine Maskenpflicht. Es besteht damit keine Transportverpflichtung mehr für Menschen, die sich weigern eine Maske zu tragen. Wer die Maske verweigert, muss künftig sein Verkehrsmittel verlassen.

Maske ist jetzt Pflicht in amerikanischen Verkehrsmitteln – Foto: United Airlines

Diese Regelung gilt für Flugzeuge, Züge, U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse. Die Betreiber der Verkehrsmittel werden aufgefordert, Maskenverweigerer zum Aussteigen zu zwingen.

Color-Line reduziert Fährbetrieb ab Kiel

Die Vorgaben der norwegischen Regierung führen ab 4. November zu erheblichen Einschränkungen auf der Route zwischen Kiel und Oslo. Die Reederei teilt mit, dass die „MS Fantasy“ so lange pausiere, bis sich Infektionssituation und staatlichen Vorgaben in Norwegen änderten. Vorerst wird nur noch die „MS Magic“ mit neuem Fahrplan verkehren.

Touristische Reisende aus Norwegen müssen während der gesamten Reise an Bord bleiben und dürfen das Schiff in Kiel nicht verlassen.  Passagiere aus Kiel dürfen nicht mehr an Bord. Das besagen die Bestimmungen der norwegischen Regierung, die Deutschland als Risikogebiet eingestuft hat.

Color Fantasy am Norwegenkai in Kiel

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