
Terminal 3 in Betrieb
Festakte sind was Schönes. Alle feiern sich und schauen frohgemut in die derzeit auch etwas nebulöse Zukunft. Nebel gab es heute Morgen keinen am Rhein-Main-Flughafen. Alles klar für die erste tatsächliche Landung mit On-Block am Terminal 3
Es war der Flug CZ8021 von China Southern Airlines aus Shenyang. Die Ankunft um 05.25 Uhr fand auf Position J3 statt.
Das Terminal startet geruhsam, was vielleicht für eventuell doch noch auftauchende Macken gar nicht so verkehrt ist. Für den ersten Betriebstag am Terminal 3 sind je zwölf Ankünfte und Abflüge mit rund 6.000 Passagieren geplant.

Stolz schwingt immer mit
Alexander Laukenmann, Geschäftsbereichsleiter Aviation bei Fraport sagte, die erste Maschine, die man am ersten Betriebstag des Terminal 3 abfertige, sei ein einzigartiger Augenblick, der in die Geschichte des Flughafen Frankfurt eingehe.
Es ist mehr als nur ein bekannter Vorgang an einem neuen Gebäude. Es ist der Höhepunkt einer jahrelangen Planung, der dank des großen Einsatzes und viel Herzblut aller Beteiligten zur Wirklichkeit geworden ist. Dieser besondere Moment gehört allen, die den Bau und die erfolgreiche Inbetriebnahme von Terminal 3 hier am Flughafen Frankfurt möglich gemacht haben.
Welche Hiobsbotschaften in Sachen eventueller Flugeinschränkungen durch Kerosinmangel auch auf den Airport von Frankfurt zukommen, wird sich erst noch weisen. Potentiell schlechte Nachrichten darf man aber auch an einem solchen Tag verdrängen.
Studie zu Kerosinmangel
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht die Kerosin-Versorgung in Deutschland als gesichert. Ein aktueller Lagebericht zeigt indessen, dass die physische Kerosinknappheit in Europa bereits begonnen hat. Dies mit unmittelbaren Auswirkungen auf den Flugbetrieb.

Ein neuer „Situation-Report“ des Supply-Chain-Monitoring-Dienstleisters „Prewave“ analysiert die Versorgungslage im Detail und kommt zu einem klaren Befund. Der Ausfall zentraler Importströme über die Straße von Hormus betreffe rund 40 Prozent der europäischen Versorgung und reiße eine strukturelle Lücke, die kurzfristig nicht geschlossen werden könne. Während politische Aussagen auf bestehende Reserven verwiesen, deuteten die Marktdaten bereits auf eine Verschärfung hin:
Die Lagerbestände im ARA-Hub (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen) sind auf ein Sechsjahrestief gefallen, die Spotpreise seit Beginn der Krise um rund 90 Prozent gestiegen, und erste europäische Flughäfen rationieren bereits Kerosin. Eine Ausweitung der Engpässe innerhalb der nächsten vier bis acht Wochen gilt als wahrscheinlich.
Wenn Optimismus zu Zweckoptimismus wird
Das letzte Jahr war zweifelsfrei großartig für die Kasse. Das bezeugen die Bilanzen insbesondere der großen Reiseveranstalter. So hätte es weitegehen sollen. Dass dies nicht klappt ist inzwischen ziemlich klar.
Die Prognosen der beiden Großen auf dem Markt (TUI und DERtour) kommen inzwischen auch stark angepasst rüber.
TUI

Die TUI hat ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 nach unten korrigiert. Die Umsatzprognose wurde erst einmal komplett ausgesetzt. Das soll so bleiben, bis man einen Überblick habe, ob sich die „geopolitischen Rahmenbedingungen“ stabilisieren, heißt es aus Hannover.
Die Folge dieser Rahmenbedingungen sei auch eine zunehmende Buchungszurückhaltung der Kundschaft. Auch das Kreuzfahrtgeschäft und die teilweise bis zum letzten Wochenende festsitzenden „Mein Schiff 4 und 5“ spielen dabei eine wichtige Rolle. Immerhin hofft man auf Beruhigung und Erholung des Geschäfts.
DERTOUR

Auch bei DERTOUR, der Nummer 2 in Deutschland, geht man vorsichtiger an die Geschäftszahlen von 2026 heran. Das verlautete nach der gestern veröffentlichten Bilanz für 2025. Diese ist großartig und brachte dem Reisekonzern eine Umsatzsteigerung von 18 Prozent.
Hier heißt es zumindest derzeit auch noch, dass die Buchungszahlen für das laufende Jahr stabil seien. Trotzdem geht man mit gedämpften Erwartungen für 2026 um. Allerdings lässt sich auch hier Krisenstimmung herauslesen, wenn von Auswirkungen der entfallenen Drehkreuze in Nahost und von geschäftlichen Auswirkungen auf Teilen der östlichen Fernstreckenregionen die Rede ist.
Ryanair will Umläufe optimieren
Wie das Luftfahrtportal „aerotelegraph“ berichtet wird es deshalb ab November einen vorgezogenen Check-In-Schluss geben. Er beträgt dann 60, statt wie bisher 40 Minuten. Dabei geht es vor allem um das reibungslosere Handling von Gepäck. Passagiere ohne Gepäck sollen weiterhin bis 40 Minuten vor Abflug einchecken dürfen.
Gleichzeitig soll die Rentabilität weiter ausgebaut werden. Dafür gibt es an den meisten Ryanair-Stationen ohnehin hauptsächlich Check-In Automaten. Bis zum Herbst soll dieses System auf 95 Prozent aller Airports weiter ausgebaut werden.

Der Billigflieger ist bekannt für seine kurzen Umlaufzeiten, in denen teilweise 20 Minuten reichen, um Aussteigen und Neu-Boarding inklusive Gepäck Be- und Entladung durchzuziehen. Folglich sind Warteschlangen am Gate, oder gar zu spät eintrudelnde Passagiere kontraproduktiv für die Abläufe.
City-Maut und andere Bußgeld trächtige Maßnahmen
Keine Schranke, kein Poller – und trotzdem gelten in Europas Innenstädten zum Teil strenge Zufahrtsregeln. Doch zwischen Registrierung, Maut, Plakette und Zufahrtsverbot sowie den entsprechenden Abkürzungen wie ZTL, LEZ oder EPASS24 verliert man schnell den Überblick.
Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland hat die wichtigsten Modelle eingeordnet und zeigt anhand aktueller Fälle aus der Beratung, wie aus kleinen Fehlern schnell hohe Zusatzkosten werden.

Das Ziel von Zufahrtsbeschränkungen ist überall in Europa gleich: Weniger Verkehr, weniger Lärm und Abgase – und damit mehr Lebensqualität in Innenstädten. Sehr unterschiedlich ist dagegen die Umsetzung. Wer mit dem Auto europäische Reiseziele ansteuert, sollte vorab prüfen, welche Zufahrtsregeln gelten und wie sie kontrolliert werden. Wer die Regeln nicht kennt, riskiert schnell hohe Strafen.
Was in Dubrovnik, Belgien, Italien oder Schweden längst digital kontrolliert und abgerechnet wird, könnte künftig auch in österreichischen Innenstädten schrittweise Realität werden. Ab dem 1. Mai 2026 gilt dort zwar die bundesgesetzliche Grundlage für automationsunterstützte Zufahrtskontrollen. Ob und wann solche Systeme tatsächlich eingesetzt werden, entscheiden aber Städte und Gemeinden jeweils selbst – per Verordnung, mit klar definierter Zone, technischem Kontrollsystem und datenschutzrechtlicher Prüfung.
Irland: Anziehungspunkt für Star Wars-Fans
Vom 1. bis 4. Mai 2026 verwandelt sich die spektakuläre Skellig Coast in der Grafschaft Kerry erneut in eine galaktische Kulisse: Irlands einziges reines Sci‑Fi-Filmfestival, das May the 4th Sci Fi Film Festival findet am Feiertagswochenende in Portmagee und auf Valentia Island statt.

Vor der Atlantikkulisse der Skellig Islands, berühmt durch Star-Wars-Dreharbeiten rund um das Unesco-Welterbe, präsentiert das Festival ein Programm mit über 50 unabhängigen Sci‑Fi- und Fantasy-Filmen.
Herzstück ist ein Comic-Con-ähnliches Erlebnis in den futuristischen Portmagee Domes am Wasser, die Premieren, Fan-Events sowie Highlights wie ein 360‑Grad‑Virtual‑Reality‑Erlebnis im Star‑Wars‑Stil beherbergen.
Zum Rahmenprogramm zählen eine Star‑Wars‑Parade, Stormtrooper Walkabouts und Lichtschwertkämpfe, die das gesamte Dorf einbeziehen. Ergänzt wird das Festival durch Networking-Formate für Filmschaffende sowie ein Gala Awards Dinner im Royal Hotel auf Valentia Island. Viele Programmpunkte sind kostenlos.
Eingebettet in Kerrys International Dark Sky Reserve bietet das Festival einen idealen Anlass, Natur, Kultur und Outdoor-Erlebnisse der Skellig Coast zu entdecken.

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