Trotz aller Probleme, die sich derzeit den Reiselustigen entgegenstellen, wenn die Sonne scheint, die Zentralheizung in die Sommerpause geschickt werden kann, dann steigt auch die Sehnsucht vor die Tür zu kommen.
Deshalb gibt es in dieser Ausgabe mal keine „Unkereien“, sondern einfach mal eine Ansammlung guter Tipps. Warum? Die Sonne scheint grade so schön und ich habe große Lust auf frische Luft. Es geht kreuz und quer durch den Frühling. Von der schwedischen Binnenkreuzfahrt, über Minigolfplätze, zu Fischbrötchen an der Ostsee und zum Beginn der Feierwochen in Radolfzell am Bodensee.
Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. – Reicht das?
Die Renaissance des Mini-Golf
Vielleicht liegt es an Kindheitserinnerungen, vielleicht auch daran, dass es Mini-Golf gestern in die Tagesthemen der ARD brachte. Was jahrelang als ziemlich spießig und „Leistungssport für Rentner“ abgetan wurde, steigt offensichtlich wieder in der Beliebtheit. Ist es Zufall oder Absicht, dass das Reiseportal tripz.de heute mit einem Mini-Golf-Ranking um die Ecke kommt? Immerhin sind die meisten Plätze inzwischen vom Kitsch der Gartenzwergromantik befreit.
Minigolf ist wieder in – Foto: fit-Reisen gmbH / Davide Angelini (Adobe Stock 70570315)
Themenwelten und Adventure-Golf-Parks hätten die ehemaligen Plätze abgelöst oder weiterentwickelt, heißt es in der Analyse. Längst seien sie wieder fester Bestandteil des deutschen Freizeitlebens.
Tripz.de hat das erstmals systematisch untersucht und dafür bundesweit Google-Bewertungen von Minigolfanlagen ausgewertet. Grundlage sind insgesamt über 180.000 Google-Rezensionen von mehr als 1.200 Anlagen in Deutschland.
Ergebnisse und Erkenntnisse
Minigolf in Deutschland hat Klasse, und einige Anlagen stechen dabei weit aus der Masse heraus: Die drei Spitzenreiter kommen aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen und erreichen alle die Bestnote von 4,9 Sternen.
Platz 1 geht an eine Indoor-Anlage nahe Augsburg, die mit über 4.600 Google-Bewertungen weit vor allen anderen liegt. Das „3D Neongolf Gersthofen“ sammelte über 4.600 Google-Bewertungen. Damit liegt die Anlage weit vor allen anderen Minigolfplätzen im Ranking.
Das Indoor-Konzept auf rund 600 Quadratmeter hat insgesamt 18 individuell gestaltete Schwarzlichtbahnen durch die vier Themenwelten Antike, Dschungel, Weltall und Unterwasser. Mit kostenlosen 3D-Brillen, fluoreszierenden Neonfarben und einem Schmink-Bereich, in dem man sich selbst mit Neonfarben verwandeln kann, wird der Besuch zum echten Spektakel.
Platz 2 geht nach Nordrhein-Westfalen. Die Minigolfanlage Lünen landet mit ebenfalls 4,9 Sternen bei 692 Bewertungen auf dem zweiten Platz. Besucher:innen zeigen sich begeistert vom grünen Kleinod, den 18 gepflegten Bahnen, ausreichend Sitzgelegenheiten und einem kleinen Biergarten mit Kiosk. Haupt-Lobkategorien: Freundliches Personal, gepflegt Anlage und gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Auf Position 3 platziert sich „Adventure Golf Edersee“ im hessischen Edertal-Hemfurth. Die Anlage liegt direkt an der Edertalsperre im Naturpark Kellerwald-Edersee und ist Hessens größte Adventure-Golf-Anlage. Auf über 4.000 Quadratmetern und 18 Bahnen reist man durch märchenhaften Themen der „GrimmHeimat-NordHessen“ von Rapunzel bis Hänsel & Gretel und von Schloss Waldeck bis zur Edertalsperre selbst.
Der Biergarten glänzt mit Liegestühlen und einer „Chill-out-Area“ mit Teich. Besonders gelobt wird in den Rezensionen die kreativ und schöne Gestaltung der Anlage am Edersee. Extra-Vorteil: Reichlich Parkplätze direkt vor der Anlage.
MS Juno & Wilhelm Tham: Historische Kreuzfahrer auf dem Göta-Kanal – Foto: Reederei-AB-GötaKanal
Die schwedische Reederei AB Göta Kanal, die nostalgische Kanal-Kreuzfahrten entlang der historischen Wasserstraße zwischen Stockholm und Göteborg anbietet, steuert auf ein neues Rekordjahr zu.
Zum Saisonauftakt 2026 übertreffen die Buchungszahlen das bisherige Spitzenjahr 2025 um zwei Prozent. Fast jede zweite Buchung stammt dabei von Gästen aus Deutschland.
Nachdem die Zahl der deutschen Gäste bereits von 2024 auf 2025 um knapp 18 Prozent zulegte, erreicht die Nachfrage für die kommende Saison einen neuen Höhepunkt. Mit aktuell 48,1 Prozent der Gesamtkapazität stellen deutsche Reisende das stärkste Buchungskontingent dar und überholen sogar den schwedischen Heimatmarkt.
Historisch – Klassisch – Langsam
Radeln am Göta Kanal – Foto: Tina Stavrén / imagebank.sweden.se
Die Reederei verfügt über drei historische Kanalkreuzfahrtschiffe: die M/S Juno (ältestes registriertes Passagierschiff der Welt mit Übernachtungsmöglichkeit), die M/S Diana und die M/S Wilhelm Tham. Alle drei Schiffe sind vom schwedischen Schifffahrtsmuseum als Teil des kulturellen Erbes des Landes ausgezeichnet. Die Schiffe verkehren in der Saison von Mai bis September auf dem Göta-Kanal und bieten Kreuzfahrten mit einer Dauer von zwei bis sechs Tagen an.
Geschäftsführer Fredrik Duveskog betont:
Der Wunsch nach Slow Travel, authentischen Erlebnissen und einer digitalen Auszeit ist längst kein Nischenphänomen mehr – es handelt sich um einen klaren Trend der Reisebranche. Unsere Kreuzfahrten auf dem Göta Kanal fügen sich nahtlos in diese Entwicklung ein und bieten den perfekten Rahmen für Reisende, denen Achtsamkeit und Zeit wichtiger sind als Tempo.
Echter Oldie: Die Juno ist über 150 Jahre alt – Foto: Rederi AB – Göta Kanal
Frühlingsidee Bodensee: Feiern in Radolfzell
Der Bodensee drängt sich bei Frühlingssehnsucht mit mildem Klima und viel Sonne auf. – Als sich der Veroneser Bischof Radolt im Jahr 826 am westlichen Untersee niederließ, legte er den Grundstein für eine Stadt, die 1200 Jahre später dieses Erbe feiert.
Stadt-Land-See
Anlässlich des Jubiläums „1200 Jahre Radolfzell“ lässt sich die historische Stadt mit neuen Kombi-Angeboten zunächst an Land und dann vom See aus erleben. Dabei verbinden sich die Jubiläumsführung „Auf den Spuren Radolts“ und eine entspannte Schiffsrundfahrt über den Untersee miteinander. Auch Kombinationen mit einem Besuch des Stadtmuseums werden angeboten. Die Stadtführungen beginnen jeweils um 10:30 Uhr. Erst am frühen Nachmittag legt das Schiff der Weißen Flotte am Radolfzeller Hafen zu seiner Rundtour ab. So bleibt genügend Zeit für eigene Erkundungen und den Besuch des Stadtmuseums.
MS “Stadt Radolfzell” in der Radolfzeller Bucht – Foto: Schiffsbetriebe Gmbh / Björn Jansen
Frische Perspektiven
Unterschiedliche Facetten und Perspektiven zeigen sich auch bei weiteren geführten Touren durch die historische Altstadt: Von der Kostümführung „Da brat‘ mir einer einen Storch“ mit Pfarrköchin Anna bis zu authentischen Begegnungen mit Inhabern alteingesessener Geschäfte bei der „Shopping- & Genusstour“. Gruppen können außerdem mit Magd Marie auf Zeitreise gehen oder sich vom Dienstboten Hannes in das Jahr 1913 entführen lassen.
Wer lieber individuell unterwegs ist, taucht mit der „zeigmal-App“ an über 30 Stationen in die Stadtgeschichte ein.
Stadtführung in Radolfzell – Foto: TSR Gmbh / Kühnle-Knödler
Feste feiern
Vom 3. bis 6. Juni soll das „Seefestival“ das Konzertsegel am Seeufer zum Vibrieren bringen. Beim „Marktplatzsommer“ verwandelt sich die Altstadt rund um das Münster drei Wochen lang vom 26. Juni bis 12. Juli in eine lebendige Kulisse für Musik, Theater, Tanz und vieles mehr.
Vom 25. Juni bis 3. September findet an jedem Donnerstag der beliebte „Abendmarkt“ statt – mit kulinarischen Spezialitäten aus der Region und Live-Musik.
Am Wochenende vom 17. bis 20. Juli stellt das traditionelle „Hausherrenfest“ die Stadtheiligen Theopont, Senesius und Zeno in den Mittelpunkt.
Höhepunkt des Veranstaltungsjahres ist am 12. und 13. September das große Jubiläumswochenende mit Altstadtfest und spannenden Zeitreise-Stationen.
Küsten-Snack-Tour: Die Fischbrötchenstraße mit dem Rad erkunden
Radfahren entlang der Ostsee-Steilküste – Foto: Ostsee-Schleswig-Holstein.de
Die Fischbrötchenstraße entlang der Ostseeküste Schleswig-Holstein ist weit mehr als nur ein Geheimtipp für Gourmets: Sie fungiert als kulinarisches Band, das die besten Fischbuden entlang des beliebten Ostseeküstenradwegs von Travemünde über die Lübecker Bucht bis hinauf nach Glücksburg kurz vor der dänischen Grenze miteinander verbindet. Radeln oder auch Nicht-Radeln: Die kulinarische Pause ist garantiert. Entlang der Fischbrötchenstraße wartet die ideale Kombination aus Aktivurlaub und authentischem Küstengenuss.
Welt-Fischbrötchentag
Fischrbrötchen essen am Niendorfer Hafen – Timmendorfer Strand – Foto: Oliver Franke
Die Region widmet dem beliebten Küstensnack seit Jahren eigene Feierlichkeiten: Der Weltfischbrötchentag am 2. Mai bildet den Auftakt für die Fisch-Erlebnis-Wochen. Reisende und Einheimische können bei Hafenführungen, Kutterfahrten oder Fisch-Safaris sowohl an der Küste als auch in der Holsteinischen Schweiz über den Tellerrand hinaus blicken, mehr über den Fisch erfahren und sich auf Mitmach-Aktionen und Angebote bei den Fischbuden der Orte freuen.
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