Kommentar: “Wasser, Terminal, Ärger” oder Ent- & Belastung
Rüdiger Edelmann – Foto: Holger Leue
Die Mobilität, die hauptsächlich Sorgen bereitet. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass noch mehr Probleme warten, als wir uns vorstellen können.
Immerhin fünf Kreuzfahrtschiffe, die hinter der Durchfahrtstraße seit Anfang März festsaßen, sind raus aus der Blockade. Sowohl „Mein Schiff 4 und 5“, „MSC Euribia“, sowie „Celestial Discover und Journey“ sind draußen. Im Konvoi durchfuhren sie am Samstag die „Straße von Hormus“ und sind jetzt auf dem Weg zum nächsten Einsatzort. Mitte Mai sollen die Cruiser bereits ins geplante Sommergeschäft einsteigen.
Erleichterung auf dem Wasser, Vorfreude an Land, auch wenn der feste Boden dort direkt in die Luft führt. Fraport freut sich auf die Eröffnung des Terminal 3 in Frankfurt. Übermorgen soll es losgehen und man ist zuversichtlich. Kann man auch, denn bisher ist erstaunlich wenig schief gegangen. Gratulation, viel Glück und in diesen Zeiten immer genügend Kerosinreserve.
Nicht mehr starten und landen seit Samstag die Maschinen der „Lufthansa Cityline“. Streiktrouble, Tarif- und Sozialkrieg sorgten ziemlich unerwartet für die sofortige und endgültige Einstellung des Flugbetriebs. Vorgesehen war der erst in zwei Jahren. Den Schnellschuss des Managements baden Vertrieb und Reisebüros derzeit aus. Merkpunkt für die Zukunft: Wenn man 27 verplante Maschinen von heute auf morgen stilllegt, entsteht Chaos.
LH bleibt sich zumindest in einer Sache treu. Die Brachialaktion hinterlässt viel Arbeit, noch mehr Ratlosigkeit und schon wieder einen gewaltigen Imageschaden.
Zwischen Zuversicht und Stirnrunzeln: Die Sache mit dem Treibstoff
Foto: TUI
Da scheiden sich offensichtlich die Geister. TUI-Chef Sebastian Ebel gibt Entwarnung: Man habe genug, um über den Sommer zu kommen. Ob dies Kundenberuhigung oder echte Überzeugung ist, bleibt dahin gestellt. Immerhin sprach die Reisebranche auch schon davon, dass trotz aller Probleme das Geschäft im Aufwind sei. Mit 115 Millionen Flugsitzen auf Kurz- und Mittelstrecke erreiche man vermutlich die Zahlen des Rekordjahrs 2019 wieder.
Grund für Bedenken?
Stirnrunzeln gibt es schon eher, bei den Wirtschaftsvertretern aus dem Bereich der Luftfracht. Funktionierende Logistikketten seien wichtigste Pflicht. Deshalb hört man auch schon mal warnende Stimmen, die im Ernstfall einen Vorrang der Luftfracht vor den Passagier- und Urlaubsflügen einfordern. Streichen müsse man dann bei Kurz- und Mittelstrecken, die auch mit anderen Verkehrsmitteln realisiert werden könnten, heißt es zum Beispiel von der Lobbyorganisation „Air Cargo Club Deutschland“.
Foto: Michael Fritz / Flughafen München
Prognose ungewiss
Wer nun die richtige Prognose hat, kann vermutlich niemand beantworten. Der Bundesverband der Deutschen Luftfahrt fordert jedenfalls größere Reserven und, wie könnte es anders sein, fordert weitere steuerliche Entlastungen.
Die Fluggesellschaften halten sich auf der einen Seite bedeckt. Beobachten kann man auf der anderen Seite aber, eine Flugplan-Reduzierung bei nicht rentablen Strecken, sowie die vornehmliche Stilllegung von „Spritfressern“ in der Luft. Dabei geht es weniger um Klimaschutz, sondern ums Einsparen von teurem Kerosin.
Eine wirkliche Prognose dürfte derzeit schwierig bleiben, abhängig von Verhandlungen zwischen USA und Iran und den daraus entstehenden Ergebnissen.
Touristenschulung für die Schweiz?
Es ist ein Zwiespalt. Auf der einen Seite sollen Touristen, die die Schweiz nur durchqueren mit einer zusätzlichen Maut bedacht werden, die nicht gilt, wenn sie eine Zwischenübernachtung einlegen. Auf der anderen Seite flutscht das Geschäft mit dem Tourismus immer besser. Die Folge von Letzterem: Viele Schweizer (eine Umfrage sagt rund 50 Prozent) meinen, es seien schon fast zu viele Besucher und vor Allem, die Touristen verhielten sich nicht so, wie es der Eidgenosse gewohnt ist.
Keine Einschränkung aber Achtsamkeit
Jetzt will Schweiz-Tourismus, mittels Plakat und Video, den Besuchern einige der geschätzten Verhaltensregeln näher bringen. Natürlich sei das keine Einschränkung. Die angesprochenen Themen sprechen aber für sich: Respektierung von Privatgrund, Einverständnis abfragen, bevor man Fotos von Einheimischen macht, Kein Lärm an stillen Plätzen, wie Kirchen oder Friedhöfen oder auch der achtsame Umgang beim Aufnehmen von Selfies.
Gästesensibilisierung in Interlaken – Foto: Schweiz Tourismus
Das klingt banal. Martin Nydegger, Direktor von Schweiz-Tourismus, meint aber trotzdem:
Wir haben es mit anderen Kulturen zu tun und die internationalen Gäste brauchen diese Informationen, sind sogar froh darum.
Er gibt aber auch zu, dass man etwas tun wolle, um den wachsenden „Tourismus-Groll“ bei den Schweizern zu reduzieren.
Das Grundprinzip der Kampagne: Mehr Harmonie und Rücksicht, dann klappts auch mit dem Schweizer Gastgeber.
Ausstrecken auf Ultra-Langstrecke
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Was in First- und Business-Class selbstverständlich ist, blieb bisher ein Traum für Fluggäste, die in der Economy-Klasse unterwegs sind. Das eingeklemmte Gefühl auf Flügen von rund 17 Stunden soll ab November bei Air New Zealand ein Ende haben. Skynest nennt sich eine Kabinenkapsel in der sich immerhin jeweils sechs Eco-Fluggäste für maximal vier Stunden ausstrecken dürfen. Eingebaut sind die Kapseln in die Maschinen des Typs Boeing 787-9, die auf extrem langen Flügen, wie beispielsweise Auckland – New York, unterwegs sind.
Diev neue Skynest-Schlafkapsel – Foto: Air New Zealand
Die Kojen sind lang genug, um sich komplett hinzulegen: 2 Meter lang, etwa 58 Zentimeter breit, bieten Matratze, jeweils frisches Bettzeug, Sicherheitseinrichtungen, ein Schlaf-Amenity-Kit 8inkl. Schlafmaske und frische Socken) und dürfen während des Flugs jeweils 4 Stunden benutzt werden. Dann heißt es zurück in den Normalsitz. Trotzdem: Welch ein Luxus sich während der Langstrecke ausstrecken zu können und zu schlafen. Er kostet umgerechnet 250 Euro Aufpreis und wird sicher höchst beliebt. Buchbar ist das Angebot ab Mai.
Filmkunst & Tourismus
Filmkunstfestival Mecklenbur-Vorpommern in Schwerin – Plakat . Foto MV-Tourismusverband
Ein Festival nutzen, um Touristen zu werben. Ein neuer Ansatz, für den es auch die „richtigen“ Filme brauchte. Erstmals ist die MV Tourismus GmbH mit zwei Werbefilmenauf dem 35. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in der Landeshauptstadt Schwerin vertreten.
Ziel ist es, die nationale und internationale Kreativbranche sowie das Publikum für das Urlaubsland zu begeistern. Zum einen zeigt der Film „Neptun macht Urlaub“, wie Neptun, der Gott des Wassers, das wasserreiche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit allen Sinnen entdeckt.
Film Nummer Zwei hat den Titel „Deutschlands Seenland – was ist daran schon besonders?“.
Verfolgen lässt sich ein Kanuausflug von Berlin nach Schwerin. Er soll auf die vernetzten Wasserwege in drei Bundesländern aufmerksam machen. Der Film wurde im Rahmen der mit den Landestourismusorganisationen Berlin Tourismus & Kongress GmbH (visitBerlin) sowie der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg bestehenden Kooperation „Deutschlands Seenland“ produziert.
Die Videos sind im Werbeblock bei 60 Filmvorführungen sowie an zusätzlichen Terminen wie der Eröffnungs-Show, der Kurzfilmnacht und dem Open-Air-Kino im Innenhof des Staatlichen Museums zu sehen.
Meeting Elvis zwischen großer Show in Graceland und vielen kleineren, meist bedeutenderen, Orten aus Elvis Presleys musikalischer und persönlicher Biografie. […]
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