Haben wir aktuell nicht alle das Bedürfnis etwas runter zu kühlen? Mir geht es zumindest so und deshalb freue ich mich auch auf den nächsten Recherchetrip. Es geht nach Norden ins Land mit der gelben Sonne und dem blauen Wasser. Es wird aber auch darum gehen, wie Menschen vor 150 Jahren Luxus definiert haben. Dieses Gefühl ganz zurückzuholen wird wohl nicht gelingen. Dies trotz der Tatsache, dass das Erlebnis und vor allem der Transport auf dieser Reise mehr oder weniger nach gleichen Regeln und vor allem auf dem gleichen Schiff stattfinden.
Die MS Juno befährt seit 152 Jahren den Göta-Kanal und die dazugehörigen Strecken über andere Kanäle und Seen zwischen Göteborg und Stockholm bzw. umgekehrt. Knapp 300 Kilometer in (so sagt es der Fahrplan) 3 Tagen und 7 Stunden. „Entdecke die Langsamkeit“ heißt es auch in der Werbung. Das ist bei einer Höchstgeschwindigkeit der Juno von 9 Knoten (ca. 16 km/h) kein Wunder. Vor Allem, das Schiff fährt ja nicht mit permanenter Höchstgeschwindigkeit.
Auf Social Media folgen ab Samstag die ersten Eindrücke. Die dazugehörigen Podcasts folgen nach Rückkehr. Seid gespannt auf eine ganz andere Reiseerfahrung. Ich bin es auch.
P.S. Deshalb fallen die Reise News auch am Dienstag der nächsten Woche aus.
Übrigens: Definition von Luxusurlaub
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Das, was vor Jahrzehnten noch als Luxus galt, gehört in Sachen Bedürfnis inzwischen weitgehend der Vergangenheit an. Dies zeigt eine repräsentative YouGov-Umfrage in Deutschland im Auftrag der Robinson Club GmbH. Dort heißt es:
Zeit, Entspannung und die vorübergehende Befreiung von Verpflichtungen werden wichtiger als Sternbewertungen, Komfort und Exklusivität. Für 30% der Befragten bedeutet Luxus im Urlaub primär, Zeit zum Entspannen und bewussten Verlangsamen zu haben – deutlich mehr als die 17%, die Luxus mit hohem Komfort verbinden. Noch deutlicher wird der Trend bei der Frage nach echtem Luxus auf Reisen: 53% nennen es ultimativen Luxus, sich um nichts sorgen zu müssen. 40% sehen es als Luxus an, im Urlaub nicht kochen zu müssen, weitere 28% schätzen die Möglichkeit, Planung und Organisation größtenteils anderen zu überlassen.
Traditionelle Luxusgüter spielten eine geringere Rolle. Im Fokus stehe das Gefühl, zeitweise aus Verpflichtungen aussteigen zu können. Komfort und hochwertige Erlebnisse blieben zwar wichtig, schafften aber vor allem Freiräume für eine selbstbestimmte Zeitnutzung.
Juist: Coolcation und Klima-Therapie im Herbst
Die Ostfriesische Insel Juist bietet ideale Voraussetzungen für wohltuende „Coolcation“, während weite Teile Europas unter Hitzewellen leiden. Juist bietet ausgeprägtes Reizklima. Es steht für klare Nordseeluft, Wind und gemäßigte Temperaturen. Das Bad in der Nordsee bleibt gerade während der heißen Jahreszeit mit maximal 23 Grad ziemlich erfrischend.
Sonnenaufgang auf Juist am Strand – Foto: Kurverwaltung Juist
Reize fortsetzen
Die Hauptsaison ist bald vorbei. Juist, als offiziell zertifizierte Thalasso-Insel, wirbt aber schon jetzt für den Herbst und Klima-Therapie: Vom Luftbad zum Seebad.
Es geht darum, durch Abhärtung bzw. mit dem „Kältereiz“ präventiv Gutes für die Gesundheit zu tun. Etwas Mut gehört dazu und die Abkehr vom „Warmduschen“. Denn, was mit einem Thalasso-Strandspaziergang beginnt, führt zu einem wagemutigen Sprung in die kühlen Nordseefluten. Die Meeresklimatherapie, die von Ende September und im Oktober sowie März und April stattfindet, wird von ausgebildeten Thalasso-Fachkräften angeleitet. An fünf aufeinander folgenden Tagen vermitteln sie, wie man am besten den Kältereiz nutzt, um den vollen Thalasso-Effekt durch die Kälte des Nordseewassers zu erleben.
Thalasso auf der Nordseeinsel Juist – Foto: Lars Wehrmann / juist.de
Wenn es dann doch zu kalt wird, stehen im Thalasso- und Wellnesszentrum „TöwerVital“ eine Panorama-Sauna mit Ausblick auf Strand und Meer sowie ein Erlebnisbad mit ganzjährig mindestens 28 Grad warmen Wasser inklusive verschiedener Wellness- und Thalasso-Behandlungen zur Verfügung.
ITA Airways: Large-Dog-Flüge
Die italienische Tochter der Lufthansa Group, lässt jetzt auch größere Hunde in der Kabine zu.
ITA Airways Maschine in frankfurt – Foto: LH Group
Seit Anfang August gibt es bei der italienischen Tochter der Lufthansa Group einen besonderen Service für Tierfreunde. Auch größere Hunde (bis max. 30 Kilo) dürfen mit in die Kabine. Das neue Angebot heißt „Large Dog an Bord“.
Der Service ist nur für große Hunde bis zu 30 kg auf bestimmten Inlandsflügen verfügbar, die als Large-Dog-Flüge gekennzeichnet sind.
Umfangreiches Regelwerk
Selbstredend gibt es einige Regeln, die zu beachten sind: Auf einem Large-Dog-Flug dürfen maximal zwei Hunde in der Kabine mitgeführt werden: Einer mit einem Gewicht von mehr als 10 kg und bis zu 15 kg und ein Hund mit einem Gewicht von mehr als 15 kg und bis zu 30 kg.
Die Verfügbarkeit des Service hängt ab vom Flugzeugtyp, der Anwesenheit anderer Tiere an Bord und einer erteilten vorherigen Überprüfung und Genehmigung.
Während des Fluges dürfen große Hunde nicht auf dem Sitzplatz sitzen und müssen auf einer von ITA Airways bereitgestellten speziellen Matte auf dem Boden vor ihrem eigenen Sitzplatz in der Kabine liegen. Der begleitende Fluggast sitzt auf dem benachbarten Sitzplatz, entsprechend der für das Flugzeug vorgesehenen Konfiguration.
Der Hund muss einen Maulkorb, ein Halsband, eine Leine sowie ein crashgetestetes Hundesicherheitsgeschirr tragen, das den Normen CMVSS 213 und FMVSS 213 entspricht und für die gesamte Flugdauer zur Befestigung am Sicherheitsgurt verwendet wird. Außerdem muss er sich für die Dauer der Reise im zugewiesenen Bereich aufhalten.
Um Komfort und Sicherheit an Bord zu gewährleisten, ist die Gesamtzahl der erlaubten Haustiere (in Transportboxen und über den Service „Large Dog an Bord“) auf jedem Flug begrenzt.
Kurzkommentar: Ganz schön kompliziert, aber Hunde (und Besitzer) dürften über das Angebot trotzdem ziemlich glücklich sein, denn es ist allemal besser als der Transport im Frachtraum. Und falls sich die Frage wirklich stellt: Ja, auch der Hund braucht ein Flugticket!
Klimawandel: Wassermangel auf Berghütten
Wasser ist inzwischen Mangelware: Pforzheimer Hütte in Südtirol – Foto: Frieder Birkle
Der Deutsche Alpenverein hat mitgeteilt, dass immer mehr ihrer 320 Berghütten im Alpenraum von aktuellem Wassermangel betroffen sind. Der Klimawandel hat inzwischen auf hoch aufm Berg zugeschlagen.
DAV-Sprecher Julian Rohm sagte:
Wir haben auf fast allen Hütten derzeit Mangellagen, da werden die unterschiedlichsten Maßnahmen ergriffen.
Teilweise müssen Waschräume gesperrt werden. Statt der WCs stehen nur noch Trockentoiletten zur Verfügung. In Sachen Trinkwasser werden einige Hütten inzwischen per Hubschrauber versorgt. Dies ist ein bedeutender Kostenfaktor. Jeder Heli-Flug kostet rund 1.000 Euro. Betroffen sind insbesondere die Hütten im Hochalpin-Bereich, die bisher durch Schmelzwasser versorgt wurden. Dieses ist in den letzten Jahren immer weniger geworden.
Was passiert, wenn sich Reisejournalisten treffen? Sie klönen über Reiseziele. – Das passiert diesmal, in englischer Sprache und mit amerikanischen Kollegen. […]
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