Irgendwann müsste das Sommerloch doch mal kommen. Dank weltweiter Katastrophen von Dürren über Brände bis Wassermangel wird einem nicht langweilig. Ich frage mich, ob die ganze Berichterstattung über europäische Waldbrände (aktuell auch wieder im Nordwesten der USA), niedrige Wasserstände (Rhein und Donau werden immer „leerer“) oder die austrocknende Wasserversorgung in beliebten Fernzielen wie Ko Samui (Thailand) eigentlich noch wirklich interessiert.
Letztlich kommt die Berichtserstattung bei seriöser Recherche und Analyse immer wieder zu dem Punkt, der „Klimawandel, Klimakrise und die bestenfalls große Ignoranz“ heißt. Wer immer noch von „normalem“ Sommer „schwurbelt“ verkennt die Situation. Dass Lobbyismus und Regierungspolitik letztlich die entgegengesetzte Richtung antreten, macht es erst richtig unverständlich. Dass die klimafeindlichste aller Parteien, erneuerbare Energien wieder einschränken und die „Windräder der Schande“ abbauen will, macht es – neben der noch schlimmeren und gesicherten Verfassungsfeindlichkeit der AfD – so richtig katastrophal.
Politik & Wahnsinn
Informieren, Wissenschaft anerkennen und danach handeln, das wäre mal eine Maßnahme. Aber wen kümmerts? Hört man doch trotzdem nur den hohlen Spruch von der „links-grün-versifften Spinnerei“. Leisten können wir uns das schon lange nicht mehr.
Wenn die demokratischen Parteien doch noch zur Erkenntnis kommen sollten, dass es in jeder Hinsicht „5 vor 12“ ist, wäre es jetzt höchste Zeit zusammenzuarbeiten um Schlimmstes! zu verhindern. Leider finden stattdessen Kleinkriege untereinander statt. Wer hat hier eigentlich den Schuss noch nicht gehört?
Wirtschaft & Scheuklappen
Die Autoindustrie hat die Trends bereits verpennt und das Ergebnis wird uns noch lange beschäftigen. Die Luftfahrtindustrie scheitert in Sachen „klimaneutrales Kerosin“. Lufthansa hat im letzten Quartal zwar erfolgreich mehr umgesetzt, steht mit geringerer Marge da, bleibt aber im Gewinnbereich. Grund: Der Treibstoff ist zu teuer. Die Forschung an Alternativen haben mann und frau verpennt und die Fluggesellschaften fordern jetzt sicher bald mal wieder Steuerstreichungen und Subventionen.
Und wir so? Na, Hauptsache der Urlaub bleibt finanzierbar. Nur wie lange noch?
Großbritannien: Von wegen „Coolcation“
Die Meteorologen ziehen für das „kühle Ziel“ Britische Inseln eine ziemlich eindeutige Bilanz in Sachen Sommerwetter.
In England und Wales wurde für Juli der trockenste Sommer seit 1836 registriert. In 19 englischen Grafschaften hat es schlicht den ganzen Monat gar nicht geregnet. Dürre statt satter Golfrasen. Braune Felder statt grüner Wiesen, Bermuda Shorts statt Regenjacke.
Urlauber haben vermutlich gejubelt (vielleicht von den Golfern abgesehen), denn das gab es schon ewig nicht mehr. Die Folge ist allerdings auch ein Bewässerungsverbot für eine Region mit immerhin 23 Millionen Menschen. Und völlig neu für die Briten: Waldbrände aufgrund der Trockenheit.
„Not amusing“
USA: Treppenwitze zum Heulen
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Der Name Trump musste zwar von Kennedy-Center in Washington D.C. wieder entfernt werden, aber das stoppt den derzeitigen US-Präsidenten nicht in seinem Wahn, seinen Namen zu verewigen.
Jüngstes Beispiel ist die Umbenennung des internationalen Flughafens von Palm Beach in Florida in „Donald J. Trump International Airport“ – Auch der sogenannte drei-Letter-Code des Flughafens musste geändert werden. Flog man bis Ende Juni nach PBI um in Palm Beach zu landen, muss man jetzt nach DJT fliegen, um an derselben Stelle „aufzuschlagen“.
Fast noch irrer ist die Aktion „US-Reisepass zum 250. Geburtstag der Nation“. Eine Sonderauflage von 250.000 Pässen ist mit Abbild und Unterschrift des aktuellen Präsidenten gedruckt worden. Diese Pässe gab es (glücklicherweise) bisher nur in der amerikanischen Hauptstadt. Fürs Volk wird jetzt weiter gestreut, mit 250.000 zusätzlichen Pässen inklusive Trump Konterfei. Diese sollen jetzt auch in anderen US-Metropolen angeboten werden.
Zur Krönung soll es demnächst auch eine „1 Dollar Goldmünze“ geben. Und wer soll drauf sein, auf der Münze? – Raten Sie bitte Jetzt!
Easyjet: Wird nun verkauft oder nicht?
Foto: Easyjet
Wir berichteten in den letzten Wochen mehrfach über die Übernahmeaktivitäten des britischen Billigfliegers. Abhängig ist der potentielle Verkauf aber von einer klaren Vorgabe der britischen Behörden. Die Bieter müssen zu einem festen Zeitpunkt ein verbindliches Angebot vorlegen. Diese Frist läuft diese Woche, genau am Freitagnachmittag aus.
In der Gemengelage der Angebote war der Börsenkurs zwar gestiegen. Die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft ist aber aktuell nicht besonders gut. Einem Gewinneinbruch folgten die steigenden Kerosinpreise und damit auch teurere Flugtickets. Spannend ist zudem die Frage, ob der Konzern, zu dem mit „Easyjet Holidays“ auch ein derzeit rentabler Veranstalter gehört, so weiter existieren kann oder ob man „die Rosinen einzeln verhökert“.
Garmisch feiert im Country-Stil
Michael-Ende-Kurpark in Garmisch-Partenkirchen – Foto: Northabroad / GaPa-Tourismus
Man ist der Meinung, dass Garmisch-Partenkirchen, die Berge und Country-Music bestens zusammen passen. Die Folge: Ein Festival am 26. September im Michael-Ende-Kurpark. Es geht übrigens nicht nur um Musik, sondern auch sehr viel um „Lifestyle“. Beim Mountain Roots Festival wird der Park zur Bühne für einen Tag zwischen Slide-Gitarren, Lasso und Lagerfeuerromantik. Dies vor einem Bergpanorama, das so kein anderes Festivalgelände zu bieten hat.
Mountain Roots soll kein Festival sein, bei dem man Genre-Kenner sein muss. Wer noch nie eine Countryplatte gehört hat, wird spätestens beim dritten Song mitwippen. Wer die Musik liebt, bekommt ein Line-up, das von Alpen-Blues bis Roadhouse-Rock alles abdeckt.
Auf der Bühne stehen BOOTS ON!, ROAD SHOT, JOHNNY & THE YOOAHOOS, HUBERT DORIGATTI & MOUNTAINBLUES sowie JOHNNY TROUBLE. Die Mischung reicht von handgemachtem Americana über treibenden Country-Rock bis zu jenem Mountain-Blues, der zeigt, wie nah sich alpine Wurzeln und amerikanische „Roots-Music“ sind.
Der Name ist Programm: Mountain Roots: Wurzeln, die hier oben genauso gut erden wie in Nashville.
Neben der Musik gibt es volles Programm vom „Bullriding-Contest“ über Lasso-Werfen bis zum „Line-Dance-Workshop“ richtig. Für die jüngeren Gäste stehen Kinderschminken und eine Schatzsuche bereit, während die Eltern an der Strohballen-Bar sitzen, um den Sound genießen oder sich an den Food Trucks zu verpflegen.
Der Eintrittspreis von 6 Euro ist mehr als günstig.
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