Reise News 26.03.26 – Osterstreiks, Osterreisen, Osterspaß

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Reise- und Tourismus News vom 26.03.26

Osterstreik: Spaniens Airports im Ausstand 

Es geht auf die erste Hauptsaison zu und an den Airports wird wohl ab dem morgigen Freitag ziemlich flächendeckend gestreikt werden.

Im Streik sind die Mitarbeitenden der Bodenabfertigung. Dazu gehören, neben dem Boarding, auch Tank- und Pushback-Fahrzeuge, sowie Gepäcktransport von und zu den Maschinen, sowie deren Reinigung während der Zwischenstopps. Das Chaos ist gewissermaßen vorprogrammiert. Der Tarifkonflikt dreht sich um Gehaltserhöhungen, aber auch um Arbeitsbedingungen.

Bei internationalen Flügen wird zunächst nicht von Flugstreichungen ausgegangen. Erhebliche Verspätungen sind aber sehr wahrscheinlich. Die ergeben sich fast automatisch durch die Verzögerungen bei den ersten Abflügen am Morgen.

Streik in Wellen

Der Arbeitskampf ist in unterschiedliche Streikwellen aufgeteilt. Den Anfang macht dieses Wochenende (Freitag bis Sonntag). An diesen Tagen wird, je nach betroffenem Dienstleister, entweder ganztägig oder am Morgen von 5 bis 7 Uhr, von 11 bis 17 Uhr, sowie ab 22 Uhr bis Mitternacht gestreikt. Sollte dies keine Wirkung haben, sollen die Streiks vom 2. Bis 6. April fortgesetzt werden. Dann soll die Arbeit durchgehend ruhen.

Spanien (Symbolbild) – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Viele “Urlaubs-Airports” betroffen

Bestreikt werden insgesamt 16 Airports, darunter

Alicante, Palma de Mallorca, Ibiza, Malaga, Barcelona, Madrid, Valencia, sowie die Kanaren-Airports von Fuerteventura, Lanzarote, Teneriffa (Nord & Süd), La Palma und Gran Canaria.

Zum Streik haben die Gewerkschaften aufgerufen. Eine Einigung der Tarifpartner könnte den Streik noch verhindern. Die Wahrscheinlichkeit wird aber als nicht sehr hoch eingeschätzt.

Kurzfristig in die Osterferien?

Städtereise nach Wrocław zu Ostern? Hier: Altes Rathaus am Rynek – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Es soll noch freie Reiseplätze über die Osterfeiertage geben und das bei fast allen Veranstaltern. Ausverkauft, war einmal. Offensichtlich sind in diesem Jahr auch Ziele in Deutschland, Österreich und Polen schon gut gebucht. Kommt 2026, der Trend zur Auto- oder Bahnreise erneut zurück?

Sonne plus Gutschein

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Als Sonnenziele seien Griechenland, die Türkei, Tunesien, Spanien, und Portugal noch in Empfangsbereitschaft, sagt Sven Schirkarsky, Produkt-Chef bei DERTOUR Deutschland und bietet Verlockendes:

Es gibt auf jeden Fall noch genügend freie Betten für Kurzentschlossene. Griechenland ist besonders spannend für Familien: Neben sehr guten Hotels bietet die Destination in diesem Frühjahr auch preislich sehr attraktiven Urlaub. 

Bei Reisen in Richtung Türkei und Griechenland legt DERTOUR sogar noch ein Osterei drauf. Wer innerhalb der Ferien verreist (Rückkehr bis spätestens 17. April) bekommt pro Person einen Hunderter als Reisegutschein für den nächsten Trip geschenkt.

Oster- & Kinderspaß: Rheinland-Pfalz

Für alle Familien, die zuhause bleiben oder nur kurze Ausflugstrips machen wollen, drängen sich ausgefallene Ziele in Rheinland-Pfalz auf.

Eines davon ist der weltgrößte Kaltwasser-Geysir bei Andernach am Mittelrhein.

Giraffenbesuch im Tier-Erlebnispark Bell – Foto: Dominik Ketz / Hunsrück-Touristik GmbH

Der Tier-Erlebnispark Bell in der Region Hunsrück-Nahe lockt mit einer Savannenlandschaft, außergewöhnlichen Attraktionen und seinem besonderen Konzept für die Tiere. Im Westerwald können Gäste im Kletterpark gut gesichert ungeahnte Höhen erklimmen und im Ahrtal mit der Sommerrodelbahn talabwärts sausen.

Außerdem warten über die Feiertage eine Vielzahl österlicher Veranstaltung in der gesamten Regio. Details zu den Ostertipps gibt es online.

Schweiz: Transit-Maut

Nicht dass die Schweizer Autobahnen ohnehin schon Geld kosten. Das eidgenössische Parlament hat jetzt eine Durchfahrtgebühr für ausländische Reisende beschlossen. Dafür soll es eine zusätzliche Vignette zur ohnehin schon vorhandenen Autobahn- und Nationalstraßengebühr geben.

Wer beispielsweise über die Gotthard- oder San-Bernardino-Route die Schweiz durchfährt, ohne im Land zu bleiben, muss wohl bald zahlen. Pro Durchfahrt würden dann zusätzlich mindestens 21 Schweizer Franken (ca. 23 Euro) fällig. Vermeiden lässt sich die Gebühr nur, wenn man eine Übernachtungspause in der Schweiz bucht und dies auch nachweisen kann. Kontrolliert werden soll das per Kameraerfassung der Fahrzeuge bei Ein- und Ausreise.

Die Höhe der Gebühr soll sich nach Verkehrsdichte, Tageszeit und Wochentag richten. Autoreisende, die an Tagen mit starkem Verkehrsaufkommen unterwegs sind, müssten dann deutlich mehr zahlen, als wenn sie unter der Woche oder außerhalb der Reisezeit fahren.

Einkehren und Übernachten schützt vor Extra-Maut: Flora Buvette Basel am Rheinufer – Foto: Julien Meyer / Basel Tourismus

Der Parlamentsbeschluss liegt vor. Ab wann diese Regelung gelten wird, steht allerdings noch nicht fest. Vor der Einführung muss das neue Gesetz noch mit den bestehenden EU-Verträgen in Einklang gebracht werden.

Kultur: Usedomer Literaturtage 2026

Die Usedomer Literaturtage werden vom 15. bis 18. April das Thema „GrenzÜberschreitungen“ in den Fokus rücken. Vertreten sind diesmal die Autoren Durs Grünbein, Andreas Englisch, Steffen Kopetzky und die Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk. In Lesungen und Gesprächen sollen zeitliche, räumliche und künstlerische Grenzen überschritten werden.

Den Usedomer Literaturpreis erhält in diesem Jahr Clemens J. Setz. Erstmals wird grenzüberschreitend der Usedomer Übersetzerpreis im polnischen Świnoujście (Swinemünde) verliehen werden. Er geht an Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein für die Neuübersetzung von Bolesław Prus „Die Puppe“.

Heute Museum: Das historische Kraftwerk in Peenemünde – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Ein weiterer Jahreshöhepunkt ist die Sonderlesung von Angela Merkel am 10. September in Kraftwerk Peenemünde. Die Altbundeskanzlerin wird aus ihrem Erinnerungsband „Freiheit“ — Erinnerungen 1954–2021 lesen und dabei persönliche Einblicke in ihr Leben und ihre politische Laufbahn geben – von der Kindheit in der DDR bis zu 16 Jahren an der Spitze der Bundesregierung.

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