DRR News – Travel Ban for Europe – US Einreisestop aus Europa

Aktualisierung:

Der Einreisestopp wurde inzwischen auch auf Großbritannien und Irland ausgeweitet.

US Präsident Donald Trump hat gesprochen: Wegen der Gefahr durch das Corona Virus erlässt er einen Einreisestop für mindestens 30 Tage aus allen EU-Ländern. Großbritannien bleibt aus unerklärlichen Gründen außen vor.

Ab Samstag 6.00 Uhr wird keine Einreise mehr aus europäschen Ländern in die USA möglich sein. Die Auswirkungen betreffen nicht nur Wirtschaft und Urlauber, sondern insbesondere die europäische und amerikanische Reiseindustrie. Die Regelung soll zunächst für 30 Tage gelten. Eine Verlängerung erscheint in der gegenwärtigen Situation möglich.

US Travel Association nimmt Stellung

Roger Dow, CEO der US Travel Association, im Interview mit dem Deutschen Reiseradio

In einer Pressemitteilung hat heute der CEO der US Travel Association, Roger Dow, Stellung genommen.

Die zeitweilige Aussperrung von Reisen aus Europa verschärft den ohnehin großen Einfluss der „Corona Pandemie“ auf die amerikanische Tourismusindustrie und die damit verbundenen 15,7 Millionen Amerikaner, deren Beruf mit dem Tourismus zu tun hat. Wir haben und werden den Congress der USA und die Verwaltung noch einmal darauf hinweisen, dass es jetzt vieler Schritte und Maßnahmen bedarf um den im Tourismus Beschäftigten ihre Jobs zu sichern. 83 % der Tourismusunternehmen sind kleine Betriebe. Wir müssen dafür sorgen, dass dort, im Interesse der Mitarbeiter nicht das Licht ausgeht.

Wirtschaftsproblem vorprogrammiert

Die wirtschaftlichen Probleme sind ziemlich identisch mit der ökonomischen Situation vieler europäischer und deutscher Reiseunternehmen und Fluggesellschaften. Zur Einordnung sollen einige Zahlen dienen, die verdeutlichen, dass es sich mit der Reiseindustrie nicht um einen unwichtigen Wirtschaftszweig handelt. Die US Travel Association zieht in der genannten Pressemitteilung die wirtschaftlichen Vergleichszahlen des Vorjahres heran und betont:

Zahlen und Fakten der US Travel Association weisen aus, dass 850.000 internationale Besucher aus Europa (ohne Großbritannien) im Vorjahreszeitraum (März 2019) in die USA gereist sind. Dies entspricht 29 Prozent der internationalen Ankünfte und einem wirtschaftlichen Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar.

Die Umsatzverluste bei europäischen Veranstaltern und Airlines werden sich in ähnlichen Größenordnungen bewegen, eventuell noch größer sein. Es ist ja nicht nur der Tourismus in Richtung USA betroffen.

Die Lufthansa Group hatte ohnehin schon 23 Tausend Flüge für den Zeitraum vom 29. März bis 24. April gestrichen. Mit der Einreisesperre in Richtung USA wird ein Großteil der Verbindungen über den Atlantik zusammenbrechen. Dies trifft, neben Lufthansa, Austrian, Swiss auch die Fluggesellschaften Air France, KLM, SAS, Finnair, LOT, Iberia, TAP Portugal, Icelandair, Norwegian, Aer Lingus und einige mehr. Selbstredend sind auch die US Airlines American, Delta und United stark betroffen. Hart dürfte es auch für den gerade mal geretteten Ferienflieger Condor werden, der eine Vielzahl von USA-Zielen im Flugplan stehen hat.

Deutsche Reiseveranstalter, mit großem USA Angebot, befürchten jetzt auch großen wirtschaftlichen Schaden. Auch hier handelt es sich nicht nur um Reisemultis, sondern um viele mittelständische und kleine Betriebe.

Ein kleines Virus zieht, neben der großen gesundheitlichen Gefährdung, immer größere wirtschaftliche Folgen nach sich. Der Wirtschaftszweig Tourismus wird sich jetzt sehr warm anziehen müssen.

Zum Nachlesen:

Die Media-Info der US Travel Association im Original

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